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Was braucht man, um ein Haus zu verkaufen?

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 7 Minuten

Erfahren Sie, was man braucht, um ein Haus erfolgreich zu verkaufen: Notwendige Unterlagen, Dienstleistungen, Vermarktung sowie Preisverhandlungen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Für einen erfolgreichen Hausverkauf braucht man Unterlagen wie den Grundbuchauszug, Sanierungsnachweise und die Baupläne. 
  • Man braucht nicht zwingend einen Makler, um ein Haus zu verkaufen, aber ein Makler kann den Verkauf beschleunigen und einen besseren Preis erzielen. 
  • Für eine optimale Vermarktung braucht man professionelle Fotos und die maximale Reichweite über möglichst viele Immobilienportale. 

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Was braucht es an Vorbereitung, bevor man ein Haus verkaufen kann? 

Bevor man ein Haus verkauft, muss man sich zunächst gründlich vorbereiten. Hierzu gehören nicht nur rechtliche und finanzielle Aspekte, sondern auch praktische Überlegungen, wie zum Beispiel den besten Zeitpunkt für den Verkauf zu wählen.

  • Zustand des Hauses prüfen: Vor dem Verkauf sollte das Haus in einem guten Zustand sein. Kleinere Reparaturen oder Renovierungen können den Verkaufswert erhöhen.
  • Wertermittlung des Hauses: Eine professionelle Schätzung des Immobilienwertes ist sinnvoll, um den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.
  • Marktanalyse: Es ist wichtig, den aktuellen Immobilienmarkt zu verstehen, um die richtige Verkaufsstrategie zu wählen. Hierzu gehört die Analyse der Nachfrage, des Angebots und der Preisentwicklung in der Region.

 

Welche Unterlagen braucht man, um ein Haus zu verkaufen? 

Für einen erfolgreichen Hausverkauf braucht man eine Reihe von Dokumenten. Hier eine Liste der wichtigsten Unterlagen:

  • Grundbuchauszug
  • Energieausweis (nicht obligatorisch in den meisten Kantonen)
  • Baupläne und Grundrisse
  • Nachweise über Sanierungen und Bauarbeiten
  • Nebenkostenabrechnungen (zum Beispiel für Wasser, Heizung, Müllabfuhr)
  • bestehende Mietverträge, falls das Haus vermietet ist

Ein lückenloser Überblick über diese Unterlagen schafft Vertrauen bei potenziellen Käufern und erleichtert den Verkaufsprozess. Einige dieser Dokumente, wie die Dokumentation von Sanierungen, der Grundbuchauszug und die Baupläne, haben auch einen direkten Einfluss auf den Wert des Hauses und sollten deshalb bei der Bewertung bereits vorliegen. 

 

Braucht man einen Makler, um ein Haus zu verkaufen?

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, ein Haus ohne Makler zu verkaufen. Ein Makler kann den Hausverkauf aber erheblich erleichtern, da er umfassendes Fachwissen und Erfahrung mitbringt. Makler kennen den Immobilienmarkt, wissen, wie Immobilien am besten vermarktet werden, und haben ein breites Netzwerk potenzieller Käufer. Sie übernehmen die oft zeitaufwändigen Aufgaben wie die Organisation von Besichtigungen, Verhandlungen und die Prüfung der Bonität der Käufer. Auch die rechtliche Sicherheit, die ein erfahrener Makler bietet, ist ein grosser Vorteil.

Allerdings ist die Beauftragung eines Maklers nicht zwingend erforderlich. Viele Verkäufer entscheiden sich aus Kostengründen, den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen. Maklerprovisionen liegen in der Regel zwischen 2 % und 4 % des Verkaufspreises, was eine erhebliche Summe ausmachen kann. Festpreismakler bieten eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Provisionsmodellen. 

Letztlich hängt die Entscheidung, ob ein Makler beauftragt wird, von den individuellen Umständen ab. Wer sich sicher ist, den Verkaufsprozess alleine bewältigen zu können, kann auf einen Makler verzichten. Dennoch bringt ein Makler viele Vorteile mit sich, vor allem wenn es darum geht, den Verkauf schnell und unkompliziert über die Bühne zu bringen und den besten Verkaufspreis aus dem Haus herauszuholen. 

 

Welche Vermarktung braucht man, um ein Haus zu verkaufen? 

 Eine effektive Vermarktung ist entscheidend, um potenzielle Käufer auf die Immobilie aufmerksam zu machen. Die Erstellung eines aussagekräftigen Inserats ist hierbei der erste Schritt. Neben der Beschreibung spielen heutzutage vor allem die Bilder eine Rolle. Professionelle Fotoaufnahmen schaffen einen echten Mehrwert, und auch eine virtuelle Besichtigung ist heute aus den meisten Immobilieninseraten nicht mehr wegzudenken. 

Der nächste Schritt ist die Verbreitung des Angebots. Immobilienportale bieten eine breite Reichweite und die Möglichkeit, gezielt nach Käufern zu suchen. Ein guter Makler wird diese Kanäle ebenfalls nutzen und hat oft noch weitere Möglichkeiten, Käufer zu finden, zum Beispiel durch sein persönliches Netzwerk oder eine firmeneigene Käuferdatenbank, wenn der Makler bei einem Unternehmen angestellt ist. 

Schliesslich sollte man sich auch auf persönliche Besichtigungen vorbereiten. Der erste Eindruck ist oft entscheidend, weshalb es wichtig ist, das Haus gut zu präsentieren – sauber, aufgeräumt und möglichst neutral gestaltet, damit potenzielle Käufer sich vorstellen können, selbst darin zu leben. Hier kann eine professionelle Home-Staging-Beratung nützlich sein, um das Haus in einem optimalen Zustand zu zeigen. Alternativ kann ein Makler die Besichtigungen übernehmen. 
 

Welche Voraussetzungen muss man sonst noch erfüllen, um ein Haus zu verkaufen? 

Eigentumsverhältnisse

Es muss eindeutig geklärt sein, wer der rechtmässige Eigentümer der Immobilie ist. Dies wird durch den Grundbuchauszug bestätigt. Die Eigentumsform spielt ebenfalls eine Rolle. Befindet sich das Haus im Gesamteigentum (zum Beispiel bei einer Erbengemeinschaft), müssen alle Eigentümer dem Verkauf zustimmen. 

Fachkenntnisse

Fachkenntnisse im Immobilienbereich sind entscheidend für einen erfolgreichen Hausverkauf. Dazu gehört ein Verständnis des Immobilienmarktes, wie z.B. die Kenntnis über aktuelle Markttrends, regionale Preisentwicklungen und Immobilienbewertungsmethoden. Darüber hinaus sind juristische Kenntnisse erforderlich, um Verträge korrekt abzuschliessen und rechtliche Fallstricke zu vermeiden. Verkäufer sollten sich auch in Verhandlungstechniken auskennen, um den bestmöglichen Preis zu erzielen, und über bauliche Vorschriften Bescheid wissen, um potenziellen Käufern alle relevanten Informationen liefern zu können. 

Finanzielle Voraussetzungen

Wenn das Haus mit einer Hypothek belastet ist, muss geklärt werden, wie diese bei Verkauf abgelöst wird. Viele Banken verlangen eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn die Hypothek abgelöst wird. Alternativ kann die Hypothek auf den Käufer übertragen werden, falls alle Parteien (inklusive der Bank) einwilligen. 

Zeit

Der Verkaufsprozess kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Der Verkäufer muss sicherstellen können, dass das Haus zum vereinbarten Termin geräumt und bereit für die Übergabe ist. Dies erfordert frühzeitige Planung, insbesondere wenn man selbst noch in der Immobilie wohnt.

 

Der Verkaufsprozess: Schritt für Schritt

Schritt 1: Marktwert ermitteln

Eine der schwierigsten Entscheidungen beim Hausverkauf ist die Preisfindung. Zu hoch angesetzt, kann das Haus lange auf dem Markt bleiben. Zu niedrig, und man verschenkt womöglich Geld. Ein realistischer Preis wird durch eine professionelle Bewertung und eine Marktanalyse ermittelt. Es kann sinnvoll sein, Angebote von Gutachtern oder Online-Tools zu vergleichen und eventuell mehrere Meinungen einzuholen.

Schritt 2: Entscheidung über Verkauf mit oder ohne Makler

Ein Makler hat umfangreiche Marktkenntnisse, kümmert sich um die Vermarktung, Besichtigungen und Preisverhandlungen. Ausserdem sorgt er für eine korrekte Abwicklung des Verkaufsprozesses und nimmt einem als Eigentümer sehr viel Zeit und Aufwand ab. 

Schritt 3: Inserat erstellen

Ein gut gestaltetes Inserat ist entscheidend, um möglichst viele Käufer anzulocken. Es sollte alle relevanten Informationen über das Haus enthalten: Grösse, Zimmeranzahl, besondere Merkmale, Grundrisse und Fotos. Hochwertige Fotos und eine virtuelle 360-Grad-Besichtigung bieten dabei einen grossen Mehrwert. 

Schritt 4: Vermarktung starten

Die Vermarktung sollte heutzutage über möglichst viele Immobilienportale geschehen. Das geht am einfachsten über einen Makler, bei dem alle Portalkosten im Preis inbegriffen sind. 

Schritt 5: Besichtigungen organisieren

Interessenten werden das Haus vor dem Kauf besichtigen wollen. Es ist wichtig, das Haus in einem sauberen und ordentlichen Zustand zu präsentieren. Ein Makler kann diese Besichtigungen für den Verkäufer übernehmen, aber auch Privatverkäufer können dies gut organisieren.

Schritt 6: Preisverhandlungen führen

Wenn Interessenten ernsthaftes Interesse zeigen, beginnen die Preisverhandlungen. Verhandlungen gut zu führen, erfordert viel Erfahrung. 

Schritt 7: Kaufvertrag vorbereiten

Der Kaufvertrag wird in der Regel vom Notar erstellt, der auch den Verkauf beurkundet. Darin werden alle relevanten Vereinbarungen festgehalten, wie der Kaufpreis, Übergabetermin und eventuell bestehende Mängel. 

Schritt 8: Notartermin und Zahlung

Beim Notar wird der Kaufvertrag unterschrieben. Der Notar stellt sicher, dass der Kaufvertrag rechtlich korrekt ist und der Käufer den Kaufpreis tatsächlich zahlen kann. Im Anschluss wird der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. 

Schritt 9: Hausübergabe

Nach Zahlung des Kaufpreises erfolgt die Übergabe des Hauses. Hierbei wird in der Regel ein Übergabeprotokoll erstellt, in dem der Zustand des Hauses dokumentiert wird, ebenso wie die übergebenen Schlüssel und eventuelle Mängel.

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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Häufige Fragen

Zu den wichtigsten Unterlagen zählen der Grundbuchauszug, Baupläne, Energieausweis (optional in vielen Kantonen), Nachweise über Sanierungen und Nebenkostenabrechnungen. Ein lückenloser Überblick schafft Vertrauen und erleichtert den Verkaufsprozess.

 

Ein Makler ist nicht zwingend erforderlich, kann den Verkaufsprozess jedoch deutlich erleichtern. Er bringt Fachwissen, Markterfahrung und ein Netzwerk mit. Die Entscheidung hängt von den individuellen Vorlieben und Kostenüberlegungen ab.

Eine gute Vermarktung umfasst ein aussagekräftiges Inserat mit professionellen Fotos, die Nutzung von Immobilienportalen und die Organisation von Besichtigungen. Ein professionelles Home-Staging kann den ersten Eindruck verbessern.

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