Verhandeln gehört zum Immobilienkauf. Doch wie viel Spielraum gibt es durchschnittlich, und wie unterscheidet sich das je nach Region?
Durchschnittlicher Verhandlungsspielraum
In der Schweiz beträgt der durchschnittliche Verhandlungsspielraum beim Immobilienverkauf rund 5 bis 8 Prozent vom Angebotspreis. Das ist der Betrag, um den der Verkaufspreis typischerweise unter dem Angebotspreis liegt.
Regionale Unterschiede
| Region | Typischer Verhandlungsspielraum |
|---|---|
| Zürich, Genf (Hotspot) | 2–5 % |
| Agglomeration Zürich, Bern, Basel | 4–7 % |
| Mittelland, kleinere Städte | 5–10 % |
| Ländliche Gebiete, Bergregionen | 8–15 % |
In Regionen mit hoher Nachfrage und knappem Angebot ist der Spielraum gering. In strukturschwachen oder ländlichen Regionen, wo Objekte länger auf dem Markt bleiben, ist er grösser.
Was beeinflusst den Spielraum?
- Angebotspreisgestaltung: Ein marktgerechter Preis lässt weniger Raum für Verhandlungen
- Vermarktungsdauer: Jeder Monat auf dem Markt vergrössert den Spielraum
- Verkaufsdruck: Erbschaft, Scheidung oder Umzug schwächen die Verhandlungsposition
- Anzahl Interessenten: Mehrere Kaufinteressenten reduzieren den Spielraum
Fazit: Markt und Strategie bestimmen den Spielraum
Der Verhandlungsspielraum ist regional sehr unterschiedlich. Verkäufer sollten den lokalen Markt kennen und den Angebotspreis so setzen, dass der gewünschte Verkaufspreis realistisch erreichbar ist.