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Teuerung in der Schweiz (2026)

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 8 Minuten

Die Inflation ist ein wirtschaftliches Phänomen, das erheblichen Einfluss auf das tägliche Leben der Menschen und die Gesundheit einer Volkswirtschaft hat. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die aktuelle Inflationssituation in der Schweiz, analysieren die Entwicklung im vergangenen Jahr und erklären die grundlegenden Mechanismen sowie Ursachen der aktuellen Inflation.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Teuerung in der Schweiz betrug im Januar 2026 0,1 %. 
  • Die Inflation in der Schweiz betrug im Jahr 2025 durchschnittlich 0,2 %. 
  • Die Inflationsrate war im vergangenen Jahr rückläufig und lag deutlich unter den Werten des Vorjahres. 

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Aktuelle Inflation Schweiz

Teuerung Januar 2026

0,1 % 

Jahresteuerung 2025

0,2 %

Die Teuerung im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres betrug in der Schweiz im Januar 2026 0,1 %. Die Inflation war damit im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv, das heisst, Güter und Dienstleistungen sind minimal teurer geworden Im Vergleich zum Vormonat sind die Konsumentenpreise identisch geblieben. 

Im Jahr 2025 lag die Inflation in der Schweiz durchschnittlich bei 0,2 %. 

 

Entwicklung der Inflationsrate in der Schweiz

Januar 2026

0,1 %

Dezember 2025

0,1 %

November 2025

0,0 %

Oktober 2025

0,1 %

September 2025

0,2 %

August 2025

0,2 %

Juli 2025

0,2 %

Juni 2025

0,1 %

Mai 2025

-0,1 %

April 2025

0,0 %

März 2025

0,3 %

Februar 2025

0,3 %

Januar 2025

0,4 %

Dezember 2024

0,6 %

November 2024

0,7 %

Oktober 2024

0,6 %

September 2024

0,8 %

August 2024

1.1 %

Juli 2024

1.3 %

Juni 2024

1.3 %

Mai 2024

1.4 %

April 2024

1.4 %

März 2024

1.0 %

Februar 2024

1.2 %

Januar 2024

1.3 %

Dezember 2023

1.7 %

November 2023

1.4 %

Oktober 2023

1.7 %

September 2023

1.7 %

August 2023

1.6 %

Juli 2023

1.6 %

Juni 2023

1.7 %

Mai 2023

2.2 %

April 2023

2.6 %

März 2023

2.9 %

Februar 2023

3.4 %

Januar 2023

3.3 %

 

Inflation in der Schweiz im Jahr 2024

Die Inflation war im Jahr 2024 kontinuierlich rückläufig. Zu Beginn des Jahres lag die Inflation bei 1,3 %. Im März 2024 sank die Inflation auf 1 Prozent, bevor sie im April und Mai ihren Höchststand von 1,4 % erreichte. In der zweiten Jahreshälfte sank die Inflation kontinuierlich. Im Dezember 2024 war mit einer Teuerung von gerade einmal 0,6 % der tiefste Wert seit mehreren Jahren erreicht. 

 

Inflation in der Schweiz im Jahr 2023 

Zu Beginn des Jahres 2023 lag die Inflationsrate bei 3,3 Prozent und stieg dann im Februar auf 3,4 Prozent. In den folgenden Monaten begann ein allmählicher Abwärtstrend. Im März ging die Inflation in der Schweiz auf 2,9 Prozent zurück, gefolgt von weiteren Rückgängen auf 2,6 Prozent im April und 2,2 Prozent im Mai.

Ab Juni 2023 hat sich die Inflation in der Schweiz stabilisiert und lag im Juni und Juli konstant bei 1,7 Prozent. Im August sank die Inflation in der Schweiz leicht auf 1,6 Prozent, um dann im September erneut auf 1,7 Prozent zu steigen. Im November fiel sie auf 1,4 Prozent, im Dezember lag sie wieder bei 1,7 Prozent. 

Die Inflationsrate war also in der ersten Jahreshälfte rückläufig und in der zweiten Jahreshälfte insgesamt stabil auf moderatem Niveau. 

 

Wie entwickelt sich die Teuerung in der Schweiz 2025? 

Für das Jahr 2025 gehen die meisten Prognosen davon aus, dass die Inflation auf tiefem Niveau stabil sein dürfte. Die SNB rechnet aktuell mit einer Jahresteuerung von nur 0,3 % für 2025. 

 

Begriffserklärung: Inflation und Teuerung

Das Wichtigste gleich vorneweg: Die Begriffe Inflation und Teuerung bedeuten beide dasselbe. 

Mit Inflation beziehungsweise Teuerung wird der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen bezeichnet. Oder umgekehrt formuliert: Für den gleichen Geldbetrag können Sie sich heute weniger kaufen als noch vor einem Jahr. Der Nominalwert des Geldes, das ist die Zahl, die z.B. auf einer Banknote aufgedruckt ist, bleibt trotz Inflation unverändert, aber die Kaufkraft sinkt. 

Das allgemeine Preisniveau zu erfassen und abzubilden ist nicht trivial. In der Schweiz wird die Teuerung vor allem über den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erfasst. Der LIK definiert einen fiktiven Warenkorb, der die typischen Ausgaben eines Schweizer Haushaltes abbildet. Für diesen Warenkorb wird in regelmässigen Abständen der Preis erfasst. Von Teuerung oder Inflation spricht man, wenn der Preis während mehreren aufeinanderfolgenden Perioden angestiegen ist. 

Die Inflation wird in der Regel in Prozent angegeben und setzt immer zwei Zeitperioden in ein Verhältnis zueinander. Dabei sind zu unterscheiden: 

  • Die Zeitspanne, für die die Preise des Warenkorbs erfasst werden. Das sind meist entweder ein Monat (monatliche Inflationsrate, Monatsinflation) oder ein Jahr (Jahresinflation, Jahresteuerung). 
  • Der zeitliche Abstand der Vergleichsperiode. So können die Preise in einem Monat entweder mit denen des vorangehenden Monats (Vormonat) oder mit demselben Monat des Vorjahres (Vorjahresmonat) verglichen werden.

 

Inflation, Wirtschaftswachstum und Leitzins

Diese drei Kennzahlen – der Leitzins, die Inflation und das Wirtschaftswachstum – stehen in einem komplexen gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis. Der Leitzins, der für eine bestimmtes Währungsgebiet von der entsprechenden Zentralbank festgelegt wird, bestimmt die Kosten für Kredite und hat somit direkte Auswirkungen auf die Investitions- und Konsumausgaben der Unternehmen und Verbraucher. Eine Senkung des Leitzinses kann die Wirtschaftsaktivität ankurbeln, da sich Unternehmen und Personen einfacher Geld leihen können. Allerdings steigt dadurch auch die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen und es kommt mehr Geld in Umlauf, was die Teuerung antreiben kann. 

 

Wie viel Inflation ist normal? 

Man geht heute davon aus, dass die Wirtschaft insgesamt am stabilsten ist, wenn die Jahresinflation leicht positiv ist. In der Schweiz strebt die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine Inflationsrate zwischen 0 und 2 % an. Ein moderates Inflationsziel ist typisch für viele Zentralbanken weltweit, da es als förderlich für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine stabile Preisentwicklung gilt. Eine moderate Inflation von etwa 2 Prozent sorgt dafür, dass Käufe und Investitionen rasch getätigt werden, was gut für die Wirtschaft ist. 

Die Inflationsrate in der Schweiz kann jedoch je nach wirtschaftlichen Bedingungen, internationalen Entwicklungen und anderen Faktoren variieren. Eine moderate und vorhersehbare Inflation wird im Allgemeinen als gesund für die Wirtschaft angesehen, solange sie nicht zu schnell oder zu langsam verläuft, da extremes Inflations- oder Deflationsumfeld Risiken für das Wirtschaftswachstum und die Stabilität mit sich bringen kann. 

 

Inflation in der Schweiz und international 

Die jüngste Inflation infolge der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs erfasste mit wenigen Ausnahmen fast alle globalen Wirtschaftsräume. Im Vergleich zu Ländern in der Eurozone, die teilweise Inflationsraten von über zehn Prozent verzeichneten, blieb die Teuerung in der Schweiz aber moderat. Das war nicht zuletzt dem starken Franken geschuldet, der die Auswirkungen der importierten Inflation abgeschwächt hat. Der Höchststand bei der Inflation in der Schweiz wurde im August 2022 mit etwa 3,5 Prozent erreicht. Seitdem war die Inflation in der Schweiz kontinuierlich rückläufig. 

 

Warum steigt die Inflation 

Inflation kann eine Reihe verschiedener Ursachen haben. Vielfach liegt auch eine Kombination verschiedener Faktoren vor. Die hauptsächlichen Ursachen von Inflation sind: 

  • Geldmengeninflation: Dabei wächst die Geldmenge stärker als die realen Güter und Dienstleistungen, die in dieser Wirtschaft produziert werden. Der gleichen Menge an Gütern steht also mehr Geld gegenüber. Dadurch sinkt der Wert des Geldes und die Preise steigen. 
  • Nachfrage-Inflation: Sie tritt auf, wenn die Nachfrage nach Gütern grösser ist als die Produktion. Dieses Ungleichgewicht führt zu einem Anstieg der Preise, da die Konsumenten bestrebt sind, mehr zu kaufen, als die Produktionskapazitäten hergeben. Ein aktuelles Beispiel ist die Zeit gegen Ende der COVID-19-Pandemie. Während der Lockdowns waren die Möglichkeiten zum Ausgeben stark eingeschränkt. Als die Massnahmen gelockert wurden, entstand ein erhöhtes Kaufinteresse. Allerdings waren die globalen Lieferketten durch die vorangegangenen Störungen nicht in der Lage, die gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Die Konsequenz war eine Situation, in der eine erhöhte Nachfrage auf ein knappes Angebot traf, was die Inflation ansteigen liess. 
  • Kosteninflation: Kosteninflation oder Kostendruckinflation kann auftreten, wenn die Produktionskosten ansteigen. Um trotz gestiegener Produktionskosten überleben zu können, müssen die Produzenten und Dienstleister ihre Preise erhöhen. Die Kosten werden also gewissermassen an die Kunden weitergegeben. Kostendruckinflation trat in den letzten Jahren auf, als infolge des Ukrainekriegs Erdöl und Gas auf dem Markt knapp wurden, wodurch die Rohstoff- und die Energiepreise und in der Folge auch die Preise für Konsumgüter anstiegen. 
  • Importierte Inflation: Importierte Inflation bezieht sich auf die Situation, in der ein Land eine Inflation erfährt, die teilweise oder hauptsächlich auf externe Faktoren zurückzuführen ist, insbesondere auf Preissteigerungen bei importierten Gütern und Dienstleistungen. Die Inflation in der Schweiz in den letzten zwei Jahren war grösstenteils importiert. 
  • Lohn-Preis-Spirale: Wenn die Löhne der Arbeitnehmer steigen, können Unternehmen gezwungen sein, die Preise für ihre Produkte zu erhöhen, um die gestiegenen Lohnausgaben zu decken. Dies wiederum kann zu weiteren Lohnerhöhungen führen, und der Zyklus setzt sich fort. 

 

Inflationsausgleich in der Schweiz 

Inflationsausgleich bei den AHV/IV-Renten

In der Schweiz werden die AHV- bzw. IV-Leistungen in der Regel alle zwei Jahre an die Teuerung und Lohnentwicklungen angepasst. Die Anpassung erfolgt auf Basis eines Mischindex (Durchschnitt von Lohn- und Preisindex). Die AHV-Renten wurden zuletzt am 1. Januar 2023 angepasst, wobei die Minimalrente auf 30 Franken und die Maximalrente auf 60 Franken erhöht wurde. Daher ist 2024 kein Inflationsausgleich vorgesehen. Nur wenn die Jahresteuerung mehr als 4 % beträgt – ein Wert, der zum letzten Mal Anfang der 1990er-Jahre erreicht wurde – kann ein ausserordentlicher Inflationsausgleich stattfinden. 

Inflationsausgleich der Pensionskassen

Die Pensionskassen sind nur dazu verpflichtet, die Hinterlassenen- und IV-Renten alle zwei Jahre an die Inflation anzupassen. Hingegen ist der Teuerungsausgleich für Altersrenten aus der beruflichen Vorsorge freiwillig. Die Leistungen der 2. Säule werden daher in den meisten Fällen nicht automatisch an die Teuerung angepasst. 

Lohnerhöhungen

Lohnerhöhungen stehen in einem komplexen Verhältnis zur Inflation. Wenn die Inflation in einer Wirtschaft steigt, bedeutet dies, dass die allgemeinen Preise für Güter und Dienstleistungen zunehmen. Als Reaktion fordern Arbeitnehmer häufig höhere Löhne, um ihre Kaufkraft zu erhalten und mit den gestiegenen Kosten Schritt zu halten. Arbeitgeber können diesen Forderungen nachkommen, um Fachkräfte zu halten und die Motivation der Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten. Dies führt zu höheren Lohnkosten für Unternehmen, die diese zusätzlichen Kosten wiederum in Form höherer Preise für ihre Produkte und Dienstleistungen auf die Verbraucher übertragen. Diese Rückkopplung zwischen steigenden Löhnen und Preisen kann die Inflation weiter antreiben. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Lohn-Preis-Spirale.  

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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