Kosten Makler Hauskauf: Was Käufer und Verkäufer in der Schweiz über die Maklerprovision wissen müssen

Von Bastien Liebgott
Lesezeit: 3 Minuten
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Kosten Makler Hauskauf: Wie hoch die Provision ist, wer sie bezahlt und wie Sie bei der Maklerwahl Kosten sparen können – Schweizer Markt 2026.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Kosten für einen Makler beim Hauskauf liegen in der Schweiz typischerweise bei 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises – bei einer Immobilie von CHF 1 Million entspricht das CHF 20'000 bis 30'000.
  • In der Schweiz bezahlt in der Regel der Verkäufer die Maklerkosten – beim Hauskauf sind die Kosten für den Käufer deshalb nicht direkt sichtbar, aber indirekt im Kaufpreis enthalten.
  • Flatrate-Makler bieten eine günstige Alternative zur klassischen Provision und können die Kosten für den Makler beim Hauskauf deutlich senken.

Wie hoch sind die Kosten für einen Makler beim Hauskauf?

Die Kosten für einen Makler beim Hauskauf in der Schweiz betragen typischerweise 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises. Bei den aktuellen Immobilienpreisen – ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Deutschschweiz kostet zwischen CHF 800'000 und CHF 1,5 Millionen – summiert sich die Maklerprovision auf CHF 16'000 bis 45'000. Das ist ein erheblicher Betrag, der die Gesamtkosten der Transaktion spürbar beeinflusst.

In der Schweiz gibt es keine gesetzlich festgelegte Maklerprovision – die Höhe ist frei verhandelbar. In der Praxis haben sich jedoch Bandbreiten etabliert, die je nach Region, Objekttyp und Makler variieren. In Zürich und Genf, wo die Immobilienpreise am höchsten sind, liegen die Provisionen tendenziell am oberen Ende; in ländlicheren Regionen etwas tiefer.

Wer bezahlt die Maklerkosten?

In der Schweiz bezahlt in der Regel der Verkäufer die Maklerkosten. Der Makler wird vom Verkäufer beauftragt, die Immobilie zu vermarkten und einen Käufer zu finden – er arbeitet also primär im Interesse des Verkäufers. Die Provision wird bei erfolgreichem Verkauf fällig und vom Verkaufserlös abgezogen.

Für den Käufer sind die Maklerkosten nicht direkt sichtbar. Indirekt sind sie jedoch im Kaufpreis enthalten: Der Verkäufer kalkuliert die Provision bei der Preisfestsetzung ein. In seltenen Fällen – etwa bei einer Käuferbeauftragung, wenn der Käufer einen Makler mit der Suche nach einer passenden Immobilie beauftragt – können die Kosten auch beim Käufer anfallen.

Was ist in der Maklerprovision enthalten?

Die Maklerprovision deckt ein umfassendes Leistungspaket ab. Dazu gehören die professionelle Bewertung der Immobilie, die Erstellung der Verkaufsdokumentation (Exposé, Fotos, Grundrisse, allenfalls virtuelle Rundgänge), die Vermarktung auf Immobilienportalen und im Maklernetzwerk, die Durchführung von Besichtigungen, die Prüfung der Bonität potenzieller Käufer, die Preisverhandlungen sowie die Begleitung bis zum Notartermin und zur Übergabe.

Manche Makler berechnen zusätzliche Kosten für Inserate, professionelle Fotografie oder Home Staging. Klären Sie vor dem Vertragsabschluss, welche Leistungen in der Provision enthalten sind und welche separat verrechnet werden.

Alternativen zur klassischen Provision

In den letzten Jahren haben sich in der Schweiz alternative Vergütungsmodelle etabliert, die die Kosten für den Makler beim Hauskauf deutlich senken können.

Flatrate-Makler

Flatrate-Makler arbeiten zu einer festen Pauschale, die unabhängig vom Verkaufspreis ist. Die Pauschale liegt deutlich unter der klassischen prozentualen Provision. Neho bietet beispielsweise ein Flatrate-Modell an, das alle Leistungen eines traditionellen Maklers umfasst – bei einer Liegenschaft von CHF 1 Million kann die Ersparnis gegenüber einer klassischen Provision CHF 10'000 bis 20'000 betragen, ohne Abstriche bei der Qualität.

Verhandlung der Provision

Auch bei klassischen Maklern ist die Provision verhandelbar. Bei hochpreisigen Objekten oder in einem Markt mit vielen Angeboten haben Verkäufer eine stärkere Verhandlungsposition. Eine Reduktion von 3 auf 2 Prozent bedeutet bei einem Haus von CHF 1,2 Millionen eine Ersparnis von CHF 12'000.

Maklerkosten und Steuern

Die Maklerkosten können beim Verkauf einer Immobilie steuerlich geltend gemacht werden: Sie reduzieren den steuerbaren Grundstückgewinn und damit die Grundstückgewinnsteuer. Bei einem Grenzsteuersatz von 20 Prozent und einer Provision von CHF 25'000 ergibt sich eine Steuerersparnis von CHF 5'000. Auch die Kosten für Inserate, professionelle Fotos und andere Vermarktungsmassnahmen sind als Anlagekosten abzugsfähig.

Tipps für Käufer

Als Käufer zahlen Sie die Maklerprovision zwar nicht direkt, profitieren aber trotzdem von einem guten Makler. Ein erfahrener Makler sorgt für eine professionelle Abwicklung, klärt offene Fragen und beschleunigt den Prozess. Wenn Sie selbst einen Makler mit der Suche beauftragen, vereinbaren Sie die Konditionen schriftlich, bevor die Suche beginnt – und prüfen Sie, ob eine Erfolgshonorar-Vereinbarung möglich ist.

Fazit

Die Kosten für einen Makler beim Hauskauf liegen in der Schweiz bei 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises und werden in der Regel vom Verkäufer getragen. Flatrate-Modelle bieten eine kostengünstige Alternative, ohne auf professionelle Vermarktung zu verzichten. Vergleichen Sie verschiedene Angebote, verhandeln Sie die Provision aktiv und nutzen Sie die steuerliche Abzugsfähigkeit der Maklerkosten bei der Grundstückgewinnsteuer.

Bastien Liebgott
Bastien Liebgott
Digital Manager

Nach seinem Abschluss in Informatik und einem Master in Webmarketing hat Bastien mehrere Jahre Erfahrung bei einer Webagentur als Content-Manager gesammelt. Er schloss sich dem Marketing-Team an, um die Website von Neho zu optimieren und die Sichtbarkeit der Agentur auf den Suchmaschinen zu verbessern.

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