Wie wird eine Immobilienbewertung berechnet?

Von Bastien Liebgott
Lesezeit: 1 Minuten
Immobilie bewerten

Eine Immobilienbewertung basiert auf definierten Methoden und Daten. Erfahren Sie, wie der Marktwert in der Schweiz berechnet wird und welche Faktoren einfliessen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die hedonische Methode ist der Standard für die Bewertung von Wohneigentum in der Schweiz – sie vergleicht Objektmerkmale mit realen Transaktionsdaten.
  • Daneben gibt es die Vergleichswert- und die Ertragswertmethode, die je nach Objekttyp eingesetzt werden.
  • Die Qualität einer Bewertung hängt von der Genauigkeit der Eingabedaten und der Breite der Vergleichsdatenbasis ab.

Die Immobilienbewertung ist kein Bauchgefühl, sondern ein strukturierter Prozess. Doch wie funktioniert er in der Schweiz, und welche Methoden kommen zum Einsatz?

Die drei Standardmethoden

In der Schweiz gibt es drei anerkannte Bewertungsmethoden:

  • Hedonische Methode: Vergleicht das Objekt anhand seiner Merkmale (Lage, Fläche, Zustand, Stockwerk etc.) mit einer grossen Datenbank von tatsächlichen Transaktionen. Die am häufigsten eingesetzte Methode für Wohneigentum.
  • Vergleichswertmethode: Vergleicht den Preis mit kürzlich verkauften, ähnlichen Objekten in derselben Region. Funktioniert gut, wenn genügend Vergleichsdaten vorliegen.
  • Ertragswertmethode: Berechnet den Wert auf Basis der erzielbaren Mieteinnahmen und einer Kapitalisierungsrate. Vor allem bei Renditeliegenschaften angewandt.

Die hedonische Methode im Detail

Die hedonische Methode – der Standard in der Schweiz – funktioniert statistisch: Ein Algorithmus berechnet, wie viel jedes Merkmal (Lage, Fläche, Zustand, Baujahr, Stockwerk, Aussicht etc.) zum Preis beiträgt, basierend auf Tausenden realer Verkaufspreise. Die Summe dieser Beiträge ergibt den geschätzten Marktwert.

Welche Daten fliessen ein?

Typische Eingabedaten für eine hedonische Bewertung sind: Adresse und Gemeinde, Wohnfläche und gewichtete Fläche, Anzahl Zimmer, Baujahr, Zustand und Ausbaustandard, Stockwerk und Lift, Aussicht und Ausrichtung, Parkplatz, Aussenräume und Nebenräume. Je genauer die Eingabedaten, desto präziser die Bewertung.

Fazit: Bewertung ist Methode plus Daten

Eine Immobilienbewertung in der Schweiz basiert auf anerkannten Methoden und realen Marktdaten. Die Qualität der Bewertung hängt von der Qualität der Eingabedaten und der Datenbasis der Vergleichstransaktionen ab.

Bastien Liebgott
Bastien Liebgott
Digital Manager

Nach seinem Abschluss in Informatik und einem Master in Webmarketing hat Bastien mehrere Jahre Erfahrung bei einer Webagentur als Content-Manager gesammelt. Er schloss sich dem Marketing-Team an, um die Website von Neho zu optimieren und die Sichtbarkeit der Agentur auf den Suchmaschinen zu verbessern.

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