/ Blog

Die grössten Fehler beim Hauskauf – und wie Sie sie vermeiden

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 3 Minuten

Der Kauf eines Hauses ist für viele Menschen die grösste Investition ihres Lebens. Umso wichtiger ist es, typische Stolperfallen zu vermeiden, die langfristig teuer oder sogar existenzbedrohend werden können. Wir zeigen, welche Fehler beim Hauskauf besonders häufig vorkommen – und wie Sie sich davor schützen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gute Vorbereitung und professionelle Beratung sind der beste Schutz vor teuren Fehlkäufen.

  • Emotionen und Zeitdruck sind schlechte Ratgeber beim Hauskauf.

  • Wer Angebote prüft, verhandelt und vergleicht, kauft sicherer und günstiger.

immobilie verkaufen

Zu wenig Vorbereitung – der Hauskauf beginnt nicht mit der Besichtigung

Viele Käufer beginnen ihre Suche mit Online-Portalen und Besichtigungen, ohne sich über ihre tatsächlichen Bedürfnisse oder finanziellen Möglichkeiten klar zu sein. Dabei ist die Vorbereitung das A und O:

  • Wie hoch darf die monatliche Belastung wirklich sein?
  • Welche Lage passt zu meinem Lebensstil?
  • Welche Kompromisse bin ich bereit einzugehen?

Tipp: Erstellen Sie vor der Suche ein klares Anforderungsprofil und einen realistischen Finanzplan. Berücksichtigen Sie dabei auch Nebenkosten wie Notar, Grundbuch, Steuern und Unterhaltskosten.

 

Übereilter Kauf ohne gründliche Besichtigung

Unter Zeitdruck durch den Verkäufer oder aus Angst, das Traumhaus zu verpassen, wird oft zu schnell entschieden. Doch eine einzige Besichtigung reicht selten aus, um ein Objekt wirklich einzuschätzen. Mehrere Besichtigungen zu unterschiedlichen Tageszeiten helfen, mögliche Mängel wie Lärm, Feuchtigkeit oder bauliche Schäden besser zu erkennen. 

 

Emotional statt rational entscheiden

„Liebe auf den ersten Blick“ kann beim Hauskauf gefährlich sein. Wer sich zu schnell verliebt, übersieht oft Mängel oder blendet kritische Fakten aus. Verkäufer und Makler setzen gezielt auf Emotionen – charmante Details, frische Blumen, angenehme Düfte.

Tipp: Machen Sie Fotos und Notizen bei jeder Besichtigung, lassen Sie die Eindrücke sacken – und vergleichen Sie nüchtern. Holen Sie im Zweifelsfall eine Zweitmeinung ein.

 

Zu schnell auf den Angebotspreis eingegangen

Viele Käufer akzeptieren den verlangten Preis, ohne zu verhandeln. Dabei sind Preisnachlässe in der Regel möglich, insbesondere wenn während der Besichtigung Mängel festgestellt wurden. Nutzen Sie diese als Argumente und behalten Sie Ihren Budgetrahmen im Auge – wer ihn beim Kauf bis ans Limit ausschöpft, hat später keinen finanziellen Spielraum für Renovationen oder unvorhergesehene Kosten.

 

Wichtige Fragen nicht stellen

Viele Käufer trauen sich nicht, kritische Fragen zu stellen – aus Angst, aufdringlich zu wirken oder die Verkäufer zu verärgern. Dabei können solche Fragen entscheidend sein:

  • Warum wird das Haus verkauft?
  • Wie alt sind Dach, Heizung und Fenster?
  • Gibt es bekannte Mängel oder Rechtsstreitigkeiten?

Tipp: Bereiten Sie sich mit einer Checkliste vor – oder nehmen Sie einen erfahrenen Begleiter zur Besichtigung mit.

 

Keine professionelle Prüfung der Immobilie

Ein häufiger Fehler ist, auf die Begleitung durch einen Bausachverständigen zu verzichten. Schäden an Dach, Fassade, Fundament oder Leitungen können hohe Sanierungskosten nach sich ziehen. Besonders bei älteren Gebäuden sind alte Wasser- und Kanalisationsleitungen ein kostspieliges Risiko. 

 

Verträge nicht sorgfältig geprüft

Ein weiterer klassischer Fehler beim Hauskauf ist, den Kaufvertrag oder die Unterlagen zum Stockwerkeigentum (z. B. Reglemente, Beschlüsse, Erneuerungsfonds) nur oberflächlich zu lesen. Lassen Sie die Dokumente von einem unabhängigen Juristen prüfen; so vermeiden Sie unliebsame Überraschungen. 


 

Finanzierung ohne Puffer planen

Viele Käufer kalkulieren auf Kante – und geraten später viel zu schnell schnell in Bedrängnis. Dabei sind Zusatzkosten und unvorhergesehene Ausgaben keine Ausnahme, sondern die Regel. Tipp: Planen Sie einen Sicherheitspuffer von mindestens 10–15 % der Kaufsumme ein. 

 

Keine Offerten für die Hypothek eingeholt

Viele Käufer vertrauen blind der Hausbank – und zahlen dadurch unnötig hohe Zinsen. Denn nur selten ist es die Hausbank, die auch die besten Zinsen anbieten kann. Es lohnt sich daher, mehrere Offerten von unterschiedlichen Finanzinstituten einzuholen. Berücksichtigen Sie nicht nur die klassischen Banken, sondern auch Versicherungen. Wer auf der sicheren Seite sein will, arbeitet mit einem unabhängigen Hypothekarberater wie unserem Partner Strike Advisory zusammen. 

 

Fazit: Hauskauf ohne Reue – mit Köpfchen und Geduld

Ein Haus zu kaufen ist aufregend – aber kein Sprint. Wer sich gut vorbereitet, professionell beraten lässt und nicht nur auf das Bauchgefühl hört, schützt sich vor teuren Fehlern. Denn am Ende zählt nicht nur das Haus, sondern auch das gute Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

immobilie verkaufen

Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

Immobilie bewerten in 4 Minuten
  • Kostenlos und unverbindlich
  • Direkt online einsehbar
  • Mehr als 2'187'000 Bewertungen durchgeführt
Immobilie bewerten

Häufige Fragen

Erstellen Sie vor dem Hauskauf ein realistisches Budget und ein Anforderungsprofil, bevor Sie mit der Suche beginnen. So können Sie sicherer verhandeln und wissen bereits vorher, was Sie sich leisten können. 

Treffen Sie Entscheidungen auf Basis von Fakten, nicht Emotionen – und lassen Sie das Objekt und die Dokumente gegebenenfalls professionell prüfen.

Ja, mehrere Offerten zu vergleichen kann viel Hypothekarzinsen sparen – denn oft bietet die Hausbank nicht die besten Konditionen.

Haben Sie diese Artikel schon gelesen?

Kontaktieren Sie Ihr Team vor Ort

Wir stehen für Fragen, Beratung und Unterstützung bei Ihrem Verkauf zu Ihrer Verfügung.

(+41) 43 588 01 00
Violettes Logo der Immobilienagentur Neho
Möchten Sie Ihre Immobilie verkaufen?

Lokale Makler| 9'700 zufriedene Verkäufer|Festpreis von CHF 12'000