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Haus wechseln: Vorgehen und Finanzierung

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 6 Minuten

Optionen beim Wechsel des Hauses inkusive Vorgehen, Besonderheiten bei der Finanzierung und Tipps für Eigentümer.

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt drei Möglichkeiten, wie man das Haus wechseln kann: 1. Gleichzeitig kaufen und verkaufen, 2. Verkauf mit Zwischenmiete, 3. Zuerst kaufen und dann verkaufen. 

  • Beim Wechseln des Hauses sollte man die Optionen für die bestehende Hypothek  sorgfältig prüfen, um die beste finanzielle Lösung zu finden. 

  • Frühzeitige Planung und Sicherung der Finanzierung sind entscheidend beim Hauswechsel.

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Haus wechseln – welche Optionen gibt es?

Möglichkeit 1: Gleichzeitig verkaufen und kaufen

Am einfachsten gestaltet sich der Wechsel des Hauses, wenn der Kauf und der Verkauf auf den gleichen Zeitpunkt fallen. Allerdings ist die Koordination zweier Transaktionen auf den gleichen Termin nicht ganz einfach. 

Vorteile:

  • Kontinuität: Kein Zwischenaufenthalt notwendig.
  • Finanzielle Sicherheit: Der Verkaufserlös kann direkt in den Kauf der neuen Immobilie investiert werden. 

Nachteile:

  • Zeitdruck: Beide Transaktionen müssen zeitlich genau koordiniert werden.
  • Gleichzeitige Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage: Sie müssen sowohl einen Käufer als auch einen Verkäufer finden, dessen Vorstellungen und Zeitplan mit Ihrem übereinstimmen. 

Tipps:

  • Professionelle Unterstützung: Ein erfahrener Immobilienmakler kann den Verkauf für Sie übernehmen, damit Sie sich ausschliesslich um die Immobiliensuche kümmern können. 
  • Frühzeitig planen: Beginnen Sie so früh wie möglich mit der Suche und dem Verkauf. 
  • Finanzierung sichern: Klären Sie im Voraus die Finanzierung, damit sich der Kauf nicht verzögert. 

 

Möglichkeit 2: Verkaufen, mieten, kaufen

Eine weitere Option, wie man das Haus wechseln kann, besteht darin, zuerst das alte Haus zu verkaufen, dann vorübergehend zur Miete zu wohnen und schliesslich ein neues Haus zu kaufen. Mit dieser Option ist man flexibler und bleibt finanziell auf der sicheren Seite. Dafür muss man einmal zusätzlich umziehen. 

Vorteile:

  • Zeitliche Flexibilität: Kein Druck, sofort eine neue Immobilie zu finden.
  • Finanzielle Sicherheit: Man kauft erst ein neues Haus, wenn man erfolgreich verkauft hat. 

Nachteile:

  • Doppelte Umzugskosten: Zwei Umzüge (aus dem alten Haus in die Mietwohnung und dann ins neue Haus) sind erforderlich.
  • Mietkosten: Zusätzliche finanzielle Belastung durch die Mietzahlungen.

Tipps:

  • Möblierte Wohnung: Je nach Ihren Bedürfnissen kann eine möblierte Wohnung als Übergangslösung den Aufwand beim Umzug verringern. 
  • Möbel einlagern: Nutzen Sie Lagerräume, um Möbel und andere Gegenstände während der Mietzeit einlagern. 
  • Rückmiete: Prüfen Sie mit dem Käufer, ob Sie noch eine bestimmte Zeit in Ihrem alten Haus zur Miete bleiben können. 

 

Möglichkeit 3: Zuerst kaufen und dann verkaufen

Bei der dritten Möglichkeit, wie man das Haus wechseln kann, kauft man zuerst ein neues Haus und kümmert sich erst nachher um den Verkauf. Der grosse Vorteil  dieser Option ist die Flexibilität und die Vermeidung eines zusätzlichen Umzugs. Der Nachteil ist die zwischenzeitliche Belastung durch zwei Hypotheken. 

Vorteile:

  • Umzugsflexibilität: Flexibilität beim Umzugstermin.

Nachteile:

  • Finanzielle Belastung: Zwischenzeitlich Doppelbelastung durch 2 Hypotheken. 
  • Zwang zum Verkauf: Meistens sind zwei Hypotheken auf längere Frist nicht tragbar. Wenn man eine Zwischenfinanzierung aufgenommen hat, ist der Verkauf innerhalb einer bestimmten Frist oftmals sogar vertraglich vorgeschrieben. 

Tipps:

  • Tragbarkeit: Stellen Sie sicher, dass eine finanzielle Doppelbelastung bzw. eine Zwischenfinanzierung für Sie tragbar ist. 
  • Frühzeitig Immobilienmakler beauftragen: Planen Sie den Verkauf Ihrer alten Liegenschaft frühzeitig und lassen Sie sich von einem Profi unterstützen. 
  • Vermietung: Vermieten Sie während der Übergangszeit eines der beiden Häuser, um die Doppelbelastung durch 2 Hypotheken abzufedern. 

 

Was Eigentümer beim Hausverkauf beachten sollten

Der Verkauf eines Hauses erfordert sorgfältige Vorbereitung und Planung. Hier sind einige Punkte, die Eigentümer beachten sollten:

  • Immobilienbewertung: Eine präzise Bewertung hilft, den richtigen Verkaufspreis festzulegen.
  • Dokumentation: Stellen Sie sicher, dass alle notwendigen Unterlagen (z.B. Grundbuchauszug, Renovationsarbeiten) vollständig und aktuell sind.
  • Maklerwahl: Ein erfahrener Immobilienmakler kann den Verkaufsprozess erheblich erleichtern.
  • Fotoaufnahmen: Professionelle Fotoaufnahmen und ein virtueller Rundgang können den Unterschied ausmachen (bei Neho im Festpreis inbegriffen). 
  • Vermarktung: Veröffentlichen Sie Ihr Inserat so breit wie möglich (30+ Plattformen und Netzwerk von 200'000 Käufern bei Neho im Festpreis inbegriffen). 
  • Besichtigungen: Organisieren Sie Besichtigungstermine professionell und zeigen Sie die Vorzüge Ihrer Immobilie. 

 

Tipps für die Immobiliensuche

Wenn man sein Haus wechseln möchte, muss man eine neue Immobilie finden. Hier sind einige Tipps, wie Sie die richtige Immobilie für Ihre Bedürfnisse finden: 

  • Anforderungen definieren: Erstellen Sie eine Liste Ihrer Wünsche und Anforderungen (Lage, Grösse, Ausstattung).
  • Budget festlegen: Bestimmen Sie Ihr Budget und berücksichtigen Sie dabei alle zusätzlichen Kosten (Notarkosten, Umzug, Finanzierung).
  • Besichtigungen planen: Vereinbaren Sie Besichtigungstermine und achten Sie dabei auf Details wie Bausubstanz, Nachbarschaft und Infrastruktur.

 

Haus wechseln – was geschieht mit der alten Hypothek?

Hypothek auf neue Immobilie übertragen

Wenn man das Haus wechselt, muss man entscheiden, was mit der alten Hypothek geschieht. Eine Möglichkeit beim besteht darin, die bestehende Hypothek auf die neue Immobilie zu übertragen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn die Konditionen der aktuellen Hypothek vorteilhaft sind.

Vorteile:

  • Kosteneinsparung: Keine Vorfälligkeitsentschädigung.
  • Stabilität: Fortführung der bestehenden Konditionen beim gleichen Finanzierungsanbieter. 

Nachteile:

  • Bankzustimmung: Die Bank muss der Übertragung auf die neue Immobilie zustimmen. 
  • Immobilienwert: Das neue Haus muss in der Regel mindestens den gleichen Wert haben wie das alte. Auch die Belehnung der alten Immobilie spielt eine Rolle. 

Tipps:

  • Frühzeitige Verhandlungen: Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Bank über die Möglichkeit, die Hypothek auf das neue Haus zu übertragen. 
  • Vergleichsangebote einholen: Lassen Sie sich alternative Finanzierungsangebote machen, um die beste Option zu finden.

 

Hypothek mitverkaufen

Eine weitere Option beim Wechseln des Hauses ist, die Hypothek zusammen mit der Immobilie zu verkaufen. Dies setzt voraus, dass der Käufer die bestehende Finanzierung übernimmt.

Vorteile:

  • Attraktivität beim Verkauf: Kann für Käufer attraktiv sein, wenn die Konditionen gut sind.
  • Kosteneinsparung: Keine Vorfälligkeitsentschädigung.

Nachteile:

  • Einschränkungen der Käuferbasis: Nicht jeder Käufer ist bereit oder in der Lage, die bestehende Hypothek zu übernehmen.
  • Zustimmung der Bank: Auch hier ist die Zustimmung der Bank erforderlich.

Tipps:

  • Attraktive Konditionen: Machen Sie potenzielle Käufer auf die Vorteile der bestehenden Hypothek aufmerksam.

 

Hypothek auflösen

Die dritte Möglichkeit besteht darin, die bestehende Hypothek aufzulösen. Das kann entweder zum Ende der Laufzeit oder vorzeitig geschehen. 

Vorteile:

  • Flexibilität: Keine Bindung an alte Konditionen.
  • Wahlfreiheit: Neue Hypothek kann bei einem beliebigen Anbieter abgeschlossen werden. 

Nachteile:

  • Vorfälligkeitsentschädigung: Je nach verbleibender Laufzeit und Zinsumfeld entstehen hohe Kosten durch Vorfälligkeitsentschädigung.
  • Neuverhandlung: Neue Hypothek muss zu aktuellen Konditionen abgeschlossen werden. 

Tipps:

  • Konditionen prüfen: Prüfen Sie die Bedingungen Ihrer aktuellen Hypothek auf eine Vorfälligkeitsentschädigung.
  • Verhandlung mit Bank: Verhandeln Sie mit Ihrem Kreditgeber in Bezug auf die Vorfälligkeitsentschädigung. 

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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Häufige Fragen

Wenn man das Haus wechselt, gibt es drei Optionen für die bestehende Hypothek:

  1. Hypothek auf die neue Immobilie übertragen: Wenn die Konditionen vorteilhaft sind und die Bank zustimmt, kann die Hypothek auf das neue Haus übertragen werden.
  2. Hypothek mitverkaufen: Der Käufer der alten Immobilie übernimmt die bestehende Hypothek, wenn er dazu bereit ist und die Bank zustimmt. 
  3. Hypothek auflösen: Sie lösen die bestehende Hypothek vorzeitig auf, was oft mit einer Vorfälligkeitsentschädigung verbunden ist, und schliessen eine neue Hypothek für das neue Haus ab.

Beim Wechseln des Hauses sollten Sie verschiedene Kosten berücksichtigen, darunter:

  • Verkaufskosten: Maklergebühren, Notarkosten und eventuelle Renovierungskosten, um das Haus verkaufsfertig zu machen.
  • Kaufkosten: Kaufpreis der neuen Immobilie, Notarkosten, Grundbuchgebühren und eventuelle Maklergebühren.
  • Umzugskosten: Transportkosten, Verpackungsmaterial, und gegebenenfalls Kosten für Umzugsunternehmen.
  • Zwischenmietkosten: Falls Sie vorübergehend zur Miete wohnen müssen, fallen zusätzliche Mietkosten und allenfalls Lagerkosten für Ihre Möbel an. 

Es ist ratsam, so früh wie möglich mit der Planung zu beginnen, idealerweise 6 bis 12 Monate im Voraus. Dies gibt Ihnen genügend Zeit, sowohl den Verkauf Ihrer aktuellen Immobilie als auch die Suche nach einem neuen Zuhause gründlich vorzubereiten. Eine frühe Planung hilft auch dabei, die Finanzierung zu sichern und alle notwendigen Dokumente bereitzustellen. 

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