Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes auf einer Skala von A (sehr effizient) bis G (sehr ineffizient). Doch wie stark beeinflusst die GEAK-Klasse den Verkaufspreis?
Preisunterschied nach GEAK-Klasse
Aktuelle Analysen zeigen, dass der Preisunterschied zwischen den GEAK-Klassen messbar ist und in den letzten Jahren zugenommen hat:
| GEAK-Klasse | Typische Preistendenz |
|---|---|
| A / B | Aufschlag von 5 bis 10 % gegenüber D |
| C / D | Referenzwert (Durchschnitt) |
| E / F | Abschlag von 5 bis 10 % |
| G | Abschlag von 10 bis 20 % |
Der Effekt ist besonders ausgeprägt bei freistehenden Einfamilienhäusern, wo die Energiekosten direkt vom Eigentümer getragen werden. Bei Stockwerkeigentum, wo die Heizkosten über die Nebenkosten verteilt werden, ist der Effekt etwas geringer.
Warum gewinnt der GEAK an Bedeutung?
Mehrere Kantone verlangen inzwischen einen GEAK beim Verkauf oder bei bestimmten Bauvorhaben. Käufer informieren sich zunehmend über die Energieeffizienz, und Banken berücksichtigen den GEAK bei der Belehnung. Eine schlechte Klasse signalisiert hohen Sanierungsbedarf, was Käufer einpreisen.
GEAK verbessern vor dem Verkauf?
Den GEAK selbst zu verbessern ist nicht möglich ohne tatsächliche energetische Massnahmen. Aber ein GEAK-Plus-Bericht zeigt auf, welche Sanierungen sinnvoll wären und wie sich die Klasse verbessern liesse. Für Verkäufer kann das ein Argument sein: Nicht die schlechte Klasse verschweigen, sondern aufzeigen, was mit welchem Budget erreicht werden kann.
Fazit: Der GEAK wird zum Preisfaktor
Die GEAK-Klasse beeinflusst den Verkaufspreis in der Schweiz zunehmend. Gebäude mit Klasse A oder B erzielen messbare Aufschläge, Gebäude mit Klasse F oder G deutliche Abschläge. Verkäufer sollten den GEAK kennen und proaktiv kommunizieren.