Nebengebäude wie Garagen, Werkstätten, Gartenhäuser oder Scheunen sind bei Einfamilienhäusern verbreitet. Doch wie viel tragen sie zum Gesamtwert bei?
Garage: Standardmerkmal mit klarem Wert
Eine Einzelgarage steigert den Hauswert um rund 20'000 bis 40'000 Franken, eine Doppelgarage um 40'000 bis 70'000 Franken. Der Wert hängt von Zustand, Grösse und Lage ab. In städtischen Gebieten, wo Parkraum knapp ist, kann die Garage besonders wertvoll sein.
Werkstatt und Hobbyraum
Ein zusätzlicher Werkstatt- oder Hobbyraum wird von bestimmten Käufern geschätzt, hat aber keinen standardisierten Bewertungsansatz. Der Mehrwert liegt typischerweise bei 10'000 bis 30'000 Franken, abhängig von Grösse, Zustand und Ausbaustandard. Nicht beheizte, einfache Werkstätten werden tiefer bewertet als gut ausgebaute, beheizbare Räume.
Gartenhaus und Schopf
Ein einfaches Gartenhaus oder ein Schopf steigert den Wert nur marginal – typischerweise um 2'000 bis 8'000 Franken. Der Hauptnutzen liegt im Komfort, nicht im Preis. Ein hochwertiges, grosses Gartenhaus mit Stromanschluss kann etwas mehr bringen.
Scheune oder Ökonomiegebäude
In ländlichen Gebieten gehören Scheunen oder Ökonomiegebäude zum Haus. Ihr Wert ist stark vom Zustand und der möglichen Umnutzung abhängig. Eine gut erhaltene Scheune mit Umnutzungspotenzial (z. B. zu Wohnraum) kann den Wert erheblich steigern, eine baufällige Scheune hingegen eher senken.
Fazit: Nebengebäude sind ein Pluspunkt, aber kein Preistreiber
Garagen bringen den klarsten Mehrwert. Andere Nebengebäude steigern den Komfort, werden bei der Bewertung aber nur moderat berücksichtigt. Verkäufer sollten Nebengebäude im Dossier erwähnen, aber die Preiserwartung nicht wesentlich darauf abstützen.