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Erbengemeinschaft: Haus erfolgreich verkaufen

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 5 Minuten

Ein Hausverkauf in der Erbengemeinschaft ist komplex und oft konfliktbeladen. Erfahren Sie, welche Rechte und Pflichten bestehen, welche Lösungswege möglich sind und wie eine professionelle Begleitung den erfolgreichen Verkauf sicherstellt.

Das Wichtigste in Kürze
  • In der Erbengemeinschaft ein Haus zu verkaufen, erfordert die Zustimmung aller Erben. 

  • Konflikte in der Erbengemeinschaft in Bezug auf den Hausverkauf entstehen meist durch unterschiedliche Interessen – Eigennutzung, emotionale Bindung oder finanzielle Voraussetzungen.

  • In letzter Instanz können Erben die Teilung und somit die Zwangsversteigerung der Immobilie verlangen, was aber ein finanzielles Verlustrisiko birgt. 

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Ein geerbtes Haus kann in der Erbengemeinschaft schnell zum Zankapfel werden. Während einige Erben den Verkauf anstreben, möchten andere vielleicht das Haus behalten oder selbst nutzen. Das führt zu einer schwierigen Situation: Ein Haus verkaufen mit mehreren Erben ist rechtlich und emotional komplex und wenn ein Miterbe den Verkauf verweigert, droht im schlimmsten Fall eine Zwangsversteigerung.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Rechte und Pflichten Erben haben, wie Sie Konflikte lösen können und warum eine professionelle Begleitung für den erfolgreichen Hausverkauf als Erbengemeinschaft entscheidend ist.

 

Die Erbengemeinschaft: Rechte und Pflichten

Wenn mehrere Personen eine Immobilie erben, entsteht automatisch eine Erbengemeinschaft. Die Immobilie befindet sich im sogenannten Gesamteigentum, was bedeutet, dass: 

  • Alle gemeinsam entscheiden müssen: Über das Haus kann kein Erbe allein verfügen.
  • Einstimmigkeit erforderlich ist: Ein Verkauf kommt nur zustande, wenn alle zustimmen.
  • Pflege, Unterhalt und Verwaltung gemeinsam organisiert werden müssen.
  • Alle Erben gemeinsam haften, zum Beispiel die Hypothekarzinsen und Steuern.
     

Das klingt in der Theorie einfach, ist in der Praxis jedoch oft schwierig. Unterschiedliche Interessen, emotionale Bindungen und finanzielle Bedürfnisse machen eine Einigung komplex. Das Kernproblem: Die Immobilie kann nur verkauft werden, wenn Einstimmigkeit herrscht. 

 

Typische Konflikte in der Erbengemeinschaft

In den meisten Fällen entsteht ein Problem, wenn ein Miterbe andere Vorstellungen hat als die restlichen Beteiligten. Typische Gründe für Streit sind:

  • Emotionale Aspekte: Ein Erbe hängt am Elternhaus und möchte es nicht verkaufen.
  • Eigennutzung: Einer möchte die Immobilie selbst bewohnen, andere wollen verkaufen.
  • Unterschiedliche Einschätzung des Wertes: Ohne professionelle Bewertung streiten Erben oft über den „richtigen“ Verkaufspreis und über den ihnen zustehenden Anteil. 
  • Finanzielle Interessen und Voraussetzungen: Manche Erben möchten schnell Liquidität, andere langfristig profitieren. 

Diese Konflikte können zu einer Pattsituation führen, in der nichts vorangeht. Der Hausverkauf wird blockiert, die laufenden Kosten fallen weiterhin an, und der Streit verschärft sich.

 

Rechtliche Lage: Hausverkauf mit mehreren Erben in der Schweiz

Die rechtliche Lage einer Erbengemeinschaft ist im Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) klar geregelt. Nach Art. 612 gilt: 

1 Eine Erbschaftssache, die durch Teilung an ihrem Werte wesentlich verlieren würde, soll einem der Erben ungeteilt zugewiesen werden.

2 Können die Erben sich über die Teilung oder Zuweisung einer Sache nicht einigen, so ist die Sache zu verkaufen und der Erlös zu teilen.

3 Auf Verlangen eines Erben hat der Verkauf auf dem Wege der Versteigerung stattzufinden, wobei, wenn die Erben sich nicht einigen, die zuständige Behörde entscheidet, ob die Versteigerung öffentlich oder nur unter den Erben stattfinden soll.

Sowie Art. 613: 

1 Gegenstände, die ihrer Natur nach zusammengehören, sollen, wenn einer der Erben gegen die Teilung Einspruch erhebt, nicht von einander getrennt werden.

Das bedeutet im Kontext eines Hausverkaufs: 

  • Ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung lässt sich zwar im Prinzip in Miteigentumsanteile aufteilen; in der Praxis ist Miteigentum an einer Wohnimmobilie aber nur zwischen Partnern sinnvoll. 
  • Können sich die Erben nicht einigen, so sind laut Gesetz ein Verkauf und eine Teilung des Erlöses vorgesehen. 
  • Verweigert ein Erbe dauerhaft seine Zustimmung zum Verkauf, können die anderen die gerichtliche Teilung verlangen. Das Haus wird dann zwangsversteigert – meist zu einem deutlich geringeren Preis, als er auf dem freien Markt erzielbar wäre.

Die Zwangsversteigerung ist für alle Beteiligten meist die schlechteste Lösung, da sie zu erheblichen finanziellen Einbussen führt. Deshalb lohnt es sich, schon früh nach einem tragfähigen Kompromiss zu suchen.

 

Lösungswege: So finden Erbengemeinschaften eine Einigung

Damit ein Immobilienverkauf beim Erbstreit nicht in eine gerichtliche Auseinandersetzung mündet, gibt es verschiedene Lösungsansätze:

Offene Kommunikation innerhalb der Erbengemeinschaft

Ein ehrliches Gespräch über Wünsche, Ängste und Bedürfnisse kann verhindern, dass der Streit eskaliert. Manchmal sind es Missverständnisse, die eine Einigung blockieren.

Auszahlung einzelner Miterben

Möchte ein Erbe das Haus behalten, kann er die anderen auszahlen. Dazu braucht es jedoch eine realistische Immobilienbewertung, die den Verkehrswert widerspiegelt. Ausserdem muss der Erbe natürlich über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, um die anderen Erben auszahlen zu können. 

Mediation oder rechtliche Beratung

Eine professionelle Mediation kann helfen, verhärtete Fronten aufzuweichen. Rechtsanwälte oder Notare erklären zudem, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen und welche Konsequenzen verschiedene Lösungen haben.

Gemeinsamer Verkauf der Immobilie

Der Verkauf im Konsens ist in den meisten Fällen der wirtschaftlich sinnvollste Weg. Auf dem freien Markt lassen sich bessere Preise erzielen als bei einer Zwangsversteigerung. Mit einer erfahrenen Immobilienagentur an der Seite läuft der Prozess reibungsloser und für alle nachvollziehbar ab.

 

Warum sich der Verkauf mit Neho lohnt

Der Verkauf einer Immobilie aus einer Erbengemeinschaft erfordert besondere Sorgfalt. Neho begleitet Sie dabei mit einem transparenten und effizienten Ansatz:

  • Kostenlose und unverbindliche Bewertung: Damit alle Erben eine faire Entscheidungsgrundlage haben.
  • Digitale Plattform für Transparenz: Jeder Miterbe kann den Verkaufsprozess in Echtzeit verfolgen – egal, ob er in Zürich, Genf oder im Ausland lebt.
  • Professionelle Vermarktung: Von hochwertigen Exposés bis hin zur gezielten Käuferansprache sorgt Neho für maximale Reichweite und den bestmöglichen Verkaufspreis.
  • Fachliche und menschliche Unterstützung: Unsere erfahrenen Immobilienmakler stehen Ihnen bei Verhandlungen, Mediationen und rechtlichen Fragen beratend zur Seite.

So wird aus einem potenziellen Konflikt ein geregelter Prozess, der allen Beteiligten Sicherheit gibt.

 

Fazit: Streit vermeiden – gemeinsam verkaufen

Ein Hausverkauf mit mehreren Erben ist oft eine Belastungsprobe für Familien. Wenn ein Miterbe den Verkauf verweigert, droht schnell ein Stillstand oder sogar eine Zwangsversteigerung. Umso wichtiger ist es, frühzeitig für Klarheit zu sorgen, den Wert der Immobilie objektiv bestimmen zu lassen und professionelle Unterstützung einzubeziehen.

Mit Neho an Ihrer Seite profitieren Sie von einer fairen Bewertung, einem transparenten Verkaufsprozess und einer kompetenten Beratung – damit Ihre Erbengemeinschaft eine Lösung findet, die für alle Beteiligten tragbar ist.

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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Häufige Fragen

Ja, für einen Verkauf ist die Einstimmigkeit aller Erben erforderlich. Verweigert ein Miterbe die Zustimmung, droht im schlimmsten Fall eine Zwangsversteigerung.

In diesem Fall sieht das Gesetz die gerichtliche Teilung vor, die in einer Versteigerung münden kann – meist mit deutlich schlechterem finanziellen Ergebnis.

Neho bietet eine kostenlose Bewertung, transparente Abläufe über eine digitale Plattform sowie professionelle Vermarktung und rechtliche Begleitung, um den bestmöglichen Verkauf zu erzielen.

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