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Amortisation der Hypothek – direkt oder indirekt?

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 2 Minuten

In diesem Artikel erfahren Sie, was unter Amortisation zu verstehen ist, welchen Teil Ihrer Hypothek Sie in der Schweiz amortisieren müssen und was die Vorteile der indirekten und direkten Amortisation sind.

Das Wichtigste in Kürze
  • Amortisation bezeichnet die Tilgung der Hypothekarschuld. 
  • In der Schweiz muss der Anteil der Hypothek, der ⅔ des Immobilienwerts übersteigt, innerhalb von 15 Jahren oder mit Erreichung des Rentenalters amortisiert sein. 
  • Direkte Amortisation reduziert die Hypothekarschuld und die Zinsbelastung, führt aber zu höheren Steuern durch geringere Steuerabzüge.
  • Die indirekte Amortisation bietet zahlreiche Steuervorteile (höhere Schuldzinsabzüge, Steuervorteile der 3. Säule).

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Was bedeutet Amortisation? 

Amortisation ist die Tilgung einer Schuld. Mit der Amortisation wird also der Hypothekarkredit in Raten oder als Ganzes zurückgezahlt. 

 

Muss man die Hypothek amortisieren?

In der Schweiz muss eine Hypothek nicht vollständig amortisiert werden. In Bezug auf die obligatorische Amortisation wird der Hypothekarkredit in zwei Teile unterteilt: 

  • 1. Hypothek: Die erste Hypothek entspricht zwei Dritteln des Immobilienwerts. Die Amortisation der ersten Hypothek ist freiwillig. 
  • 2. Hypothek: Die 2. Hypothek ist der Anteil des Kredits, der zwei Drittel des Immobilienwerts übersteigt. Die zweite Hypothek muss zwingend innerhalb von 15 Jahren vollständig amortisiert werden. Liegt die Pensionierung bei der Aufnahme der Hypothek weniger als 15 Jahre in der Zukunft, muss die 2. Hypothek in der Regel beim Erreichen des Rentenalters amortisiert sein. 

Man kann eine Hypothek entweder direkt oder indirekt amortisieren. Im Folgenden erklären wir die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile beider Optionen. 

 

Direkte Amortisation

Bei der direkten Amortisation zahlt man die Hypothekarschuld in regelmässigen Raten – den Amortisationszahlungen – zurück. Die Tilgungsraten sind meist vertraglich festgelegt. Mit jeder Amortisationszahlung verringert sich die Hypothekarschuld und damit auch die Zinsbelastung. Allerdings reduzieren sich durch die geringe Schuld und die tieferen Schuldzinsen auch die Steuerabzüge bei der Vermögens- und Einkommenssteuer. 

 

Indirekte Amortisation

Bei der indirekten Amortisation werden die Amortisationszahlungen nicht direkt zur Tilgung der Hypothekarschuld verwendet. Stattdessen zahlt man die Summe in eine Vorsorgelösung der 3. Säule (Konto oder Versicherung). Am Ende der Laufzeit oder bei der Pensionierung wird der angesparte Betrag zur Rückzahlung der Hypothek verwendet. 

Der Vorteil der indirekten Amortisation ist, dass die Hypothekarschuld während der gesamten Laufzeit unverändert bleibt. Dadurch zahlt man zwar mehr Zinsen, profitiert aber von höheren Steuerabzügen, da man neben den Schuldzinsen auch die Einzahlungen in die 3. Säule vom steuerbaren Einkommen abziehen kann. Ausserdem sind das Kapital und die Erträge auf dem Vorsorgekonto steuerfrei und werden erst beim einmaligen Bezug (zu einem tieferen Steuersatz) besteuert. Unter dem Strich ist die indirekte Amortisation daher in vielen Fällen die günstigere Option. 

 

Hypothek direkt oder indirekt amortisieren – Vor- und Nachteile

Direkte Amortisation

Vorteile

Nachteile

Zinszahlungen reduzieren sich über Laufzeit

Höhere Steuerbelastung

Geringere Verschuldung 

 

 

Indirekte Amortisation: 

Vorteile

Nachteile

Höhere Schuldzinsabzüge

Konstante Verschuldung

Steuervorteile der 3. Säule 

 

 

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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Häufige Fragen

Amortisation bezeichnet die Tilgung einer Schuld, bei der ein Hypothekarkredit in Raten oder einmalig zurückgezahlt wird.

Die erste Hypothek (66 % des Immobilienwerts) muss nicht zwingend amortisiert werden, während die zweite Hypothek (die restliche Hypothek, meist 13,3 %) innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung vollständig amortisiert werden muss.

Direkte Amortisation reduziert die Hypothekarschuld und Zinsbelastung, während indirekte Amortisation die Schuldzinsabzüge maximiert und steuerlich vorteilhafte Einzahlungen in die 3. Säule ermöglicht.

 

 

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