Wohnfläche oder Nutzfläche
In der Schweiz existiert keine einheitliche Methode zur Berechnung der Wohnfläche. Es gibt zwei unterschiedliche Normen: Die Hauptnutzfläche nach SIA-Norm 416 und die Nettowohnfläche gemäss dem Wohnungs-Bewertungs-System (WBS) des Bundesamts für Wohnungswesen.
Definition: Wohnfläche
Die Nettowohnfläche umfasst alle begehbaren und belegbaren Bodenflächen innerhalb einer Wohnung, sofern diese eine Raumhöhe von mindestens 1,5 Metern haben. Diese Räume müssen beheizbar und ganzjährig bewohnbar sein. Auch Abstellkammern, Vorratsräume und ähnliche Räume zählen zur Nettowohnfläche.
Nicht zur Wohnfläche gehören Räume, die nicht dem Zweck des Wohnens dienen. Dazu zählen unbeheizte Räume, Terrassen, Balkone, Aussenflächen sowie zusätzliche Räume wie Garagen oder Estrich- und Kellerabteile.
Bei der Berechnung der Nettowohnfläche werden die Wandquerschnitte nicht mit einbezogen. Bei der Bruttowohnfläche hingegen zählen die Wandquerschnitte zur Fläche dazu.
Definition: Nutzfläche
Die Nutzfläche setzt sich aus der Hauptnutzfläche und der Nebennutzfläche zusammen.
Die Hauptnutzfläche umfasst die Gesamtfläche aller Räume in einer Wohnung, einschliesslich der Flächen, auf denen Badewannen, Küchengeräte und Einbauschränke stehen. Kellerräume, Estrich und Garagen werden bei dieser Berechnung nicht mitgezählt, ebenso wenig wie Balkone und Terrassen. Die Nebennutzfläche beinhaltet beispielsweise Waschküchen, Estrich- und Kellerräume, Abstellräume, Schutzräume und Kehrrichträume.
Gewichtete Fläche (surface pondérée)
Die 'gewichtete Fläche' (surface pondérée) ist eine Flächenangabe, die in der Romandie beim Verkauf von Stockwerkeigentum verwendet wird. Die Besonderheit an dieser Flächenangabe ist, dass neben der normalen Wohnfläche zusätzliche Flächen wie die Terrassen, Balkone und Gartenflächen mit einem Gewichtungsfaktor zur Wohnfläche gezählt werden.
