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Wertsteigerungen von Immobilien in der Schweiz

Von Benjamin Steiner
Lesezeit: 5 Minuten

Erfahren Sie, warum sich der Wert einer Immobilie ändert und wie viel eine durchschnittliche Immobilie in der Schweiz sowie in verschiedenen Schweizer Regionen über die Zeit an Wert gewonnen hat.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Wertsteigerungen von Immobilien in der Schweiz betrugen seit 2000 nach Immobilienart: Eigentumswohnungen +119,2 %, Einfamilienhäuser +108,4 %, Mehrfamilienhäuser +92 %. 
  • Immobilien haben in der Schweiz in den letzten Jahren einen Wertzuwachs verzeichnet, allerdings mit einer langsameren Wachstumsrate im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrzehnten.
  • Verschiedene Faktoren beeinflussen die Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz, darunter die Verknappung des Angebots und die Urbanisierung. 

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Durchschnittliche Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz 

Objektart

Eigentumswohnungen

Einfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser

Wertsteigerung seit 2000

+119,2 %

+108,4 %

+92 %

 

Wie hoch sind die Wertsteigerungen von Immobilien in der Schweiz?

Eigentumswohnungen:  

Seit Anfang 2000 betrug die Wertsteigerung von Eigentumswohnungen in der Schweiz durchschnittlich +119,2 %. Die Werte von Eigentumswohnungen in der Schweiz sind damit innerhalb von 20 Jahren auf mehr als das Doppelte angestiegen. 

Die grösste Wertsteigerung bei Eigentumswohnungen traten zwischen 2011 und 2012 auf, als der Index von 138,5 auf 154,9 stieg, was einer Wertsteigerung von etwa 11,8 % entspricht. Ebenfalls stark war die Wertsteigerung von Eigentumswohnungen zwischen 2021 und 2022, als der Index von 201,6 auf 210,6 stieg. Das entspricht einer Wertsteigerung von ungefähr 4,5 %. 

Aussergewöhnlich gering war die Wertsteigerung von Eigentumswohnungen zwischen 2002 und 2003, als der Index nur von 102,7 auf 104,4 stieg, was einem Anstieg von etwa 1,7 % entspricht, sowie von 2009 bis 2010 mit einer Indexveränderung von 131,6 auf 132,2, was einem Anstieg von etwa 0,5 % entspricht. 

Einfamilienhäuser: 

Seit Anfang 2000 betrug die Wertsteigerung von Einfamilienhäusern in der Schweiz durchschnittlich +108,4 %. Die Werte von Einfamilienhäusern in der Schweiz sind damit innerhalb von 20 Jahren auf mehr als das Doppelte angestiegen. 

Einfamilienhäuser verzeichneten die steilsten Wertsteigerungen zwischen 2011 und 2012, als der Index von 134,1 auf 150,5 stieg, was etwa 12,2 % ausmacht. Eine weitere starke Wertsteigerung fand zwischen 2021 und 2022 statt, als der Index von 186,1 auf 198,2 stieg, was einem Anstieg von etwa 6,5 % entspricht. Die geringsten Wertsteigerungen passierten bei Einfamilienhäusern in der Schweiz zwischen 2002 und 2003, als der Index nur von 102,1 auf 103,2 stieg, was einem Anstieg von etwa 1,1 % entspricht, sowie von 2004 bis 2005, als der Index lediglich von 104,8 auf 105,5 stieg, was einer Wertsteigerung von 0,7 % entspricht. 

 

Mehrfamilienhäuser: 

Seit Anfang 2000 betrug die Wertsteigerung von Mehrfamilienhäusern in der Schweiz durchschnittlich +92 %. Die Werte von Mehrfamilienhäusern sind damit in den letzten 20 Jahren auf etwas weniger als das Doppelte angestiegen. 

Die stärksten Wertsteigerungen von Mehrfamilienhäusern wurden zwischen 2009 und 2010 verzeichnet, als der Index von 113,4 auf 116,3 stieg, was etwa 2,6 % ausmacht, sowie zwischen 2021 und 2022, als der Index von 173,0 auf 183,5 stieg, was einem Anstieg von 6,1 % entspricht. Die geringste Wertsteigerungen war zwischen 2001 und 2002 zu verzeichnen, als der Index von 95,3 auf 92,1 fiel, was einem Rückgang von etwa 3,4 % entspricht. 

 

Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz in den letzten 20 Jahren

Objekttyp

Eigentumswohnungen

Einfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser

2000

100.0

100.0

100.0

2001

102.2

104.8

95.3

2002

102.7

102.1

92.1

2003

104.4

103.2

92.8

2004

105.9

104.8

95.3

2005

106.6

105.5

99.7

2006

111.8

109.9

104.0

2007

121.0

117.3

106.5

2008

129.9

128.4

106.1

2009

131.6

127.5

113.4

2010

132.2

127.9

116.3

2011

138.5

134.1

123.7

2012

154.9

150.5

132.5

2013

165.6

155.6

139.0

2014

170.5

159.5

145.6

2015

172.8

161.9

147.4

2016

178.6

162.6

147.5

2017

183.6

167.2

152.9

2018

185.0

171.7

159.9

2019

186.0

172.3

165.8

2020

192.5

177.0

168.2

2021

201.6

186.1

173.0

2022

210.6

198.2

183.5

2023

219.2

208.4

192.0

 

Grafik: Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz in den vergangenen 20 Jahren. Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser

Welche Faktoren beeinflussen die Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz? 

Faktor 1: Grundstück wertet auf 

Tendenziell steigert sich der Wert von Grundstücken im Laufe der Zeit. In der Schweiz trifft eine wachsende Bevölkerung und eine Nachfrage nach immer mehr Wohnraum auf ein zunehmend knappes Angebot. Die Folge davon ist eine Wertsteigerung der Immobilie. 

Faktor 2: Gebäude wertet ab 

Im Gegensatz zum Grundstück erfährt ein Gebäude im Laufe der Zeit eine Wertminderung. Dies ist vor allem auf den natürlichen Verschleiss und die Alterung des Materials zurückzuführen. Ausserdem entsprechen mit der Zeit die Bauweise und die technische Ausstattung des Gebäudes nicht mehr den aktuellen Standards und Anforderungen, was zu einem Wertverlust führt. 

Faktor 3: Einfluss von Sanierungen 

Sanierungen und Modernisierungen können den Wert eines Gebäudes erheblich steigern oder zumindest den Wertverlust aufhalten. Durch gezielte Massnahmen wie die Erneuerung von Dach und Fassade, den Austausch veralteter Haustechnik oder die Verbesserung der Energieeffizienz kann der Zustand und damit der Wert des Gebäudes deutlich verbessert werden. Solche Investitionen können zudem die Lebensdauer des Gebäudes verlängern und es attraktiver für potenzielle Käufer oder Mieter machen. 

Faktor 4: Standortentwicklungen 

Der relative 'Wert' eines Standorts kann im Laufe der Zeit steigen. Ein klassisches Beispiel dafür ist die bessere Verkehrserschliessung einer ländlichen Ortschaft durch eine neue S-Bahn-Linie oder einen besseren Strassenanschluss. Ein anders Beispiel ist das Wachstum und die Wohnraumverknappung in urbanen Zentren, die dazu führen können, dass die Immobilien in den Vororten um diese Zentren herum eine Wertsteigerung erfahren. 

 

Werden die Immobilienwerte in der Schweiz weiter steigen? 

Immobilien haben in der Schweiz in den letzten Jahren einen Wertzuwachs verzeichnet, allerdings mit einer langsameren Wachstumsrate im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrzehnten. So haben insbesondere das Abflauen des COVID-19-Nachfrageboom und der plötzliche Anstieg des Zinsniveaus und der Inflation in den Jahren 2022-2023 zu einem starken Rückgang der Nachfrage, längerer Insertionsdauer und schlussendlich einer Abkühlung der Preisdynamik geführt. 

Diese Entwicklungen, wenngleich sie in allen Regionen der Schweiz zu beobachten waren, hat sich je nach Standort unterschiedlich stark auf die Immobilienwerte ausgewirkt. In den Grosszentren wie Zürich oder der Genferseeregion hat sich der Wertzuwachs verlangsamt. In manchen ländlichen Regionen sind die Immobilienwerte stagniert oder leicht zurückgegangen. Für das Jahr 2024 ist für die gesamte Schweiz im Durchschnitt von stabilen bis leicht sinkenden Immobilienwerten auszugehen. 

 

Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz nach Regionen

Wertsteigerung von Eigentumswohnungen in der Schweiz nach Regionen

Jahr

Zürich

Ostschweiz

Innerschweiz

Nordwestschweiz

Bern

Südschweiz

Genfersee

Westschweiz

2000

100

100

100

100

100

100

100

100

2001

102.2

100.5

100.6

98.9

101.4

99.0

101.7

101.0

2002

104.2

100.7

104.4

100.4

100.4

98.9

105.4

101.0

2003

109.0

104.4

106.9

101.8

100.7

100.4

110.7

102.1

2004

114.9

108.2

111.4

106.2

105.5

107.2

121.4

106.5

2005

120.4

112.5

117.7

110.3

108.8

112.5

132.0

111.9

2006

129.4

116.8

125.9

116.2

113.9

121.4

146.5

117.2

2007

138.2

120.8

131.9

121.6

120.6

133.1

170.2

124.7

2008

145.6

123.8

136.0

125.4

122.3

139.4

187.2

129.5

2009

150.9

125.6

137.4

126.8

125.5

145.4

199.5

133.6

2010

161.5

131.4

145.9

132.3

130.2

153.9

215.7

138.0

2011

176.4

138.7

157.4

141.9

138.3

166.7

243.2

150.4

2012

187.4

146.6

167.1

148.0

143.9

178.0

270.2

158.6

2013

195.4

154.9

178.0

153.2

149.1

188.7

284.4

167.0

2014

200.7

166.4

185.5

159.3

153.1

193.1

282.3

173.1

2015

205.5

176.4

193.1

164.2

157.9

193.3

276.4

178.9

2016

204.3

177.6

194.3

165.3

156.4

190.0

264.4

178.1

2017

208.7

173.8

195.2

166.9

156.5

183.2

268.0

180.7

2018

221.6

176.2

201.2

171.2

162.7

181.3

276.3

187.5

2019

229.5

179.2

204.2

176.1

166.3

182.6

287.9

190.4

2020

240.2

185.7

211.0

182.0

169.5

184.0

297.6

195.9

2021

258.7

199.6

224.6

190.5

180.1

198.7

315.0

207.8

2022

278.1

212.4

241.7

200.3

190.2

218.1

328.2

216.9

2023

286.4

219.3

256.7

204.0

193.8

229.6

330.1

222.9

 

Wertsteigerung von Einfamilienhäusern in der Schweiz nach Regionen

Jahr

Zürich

Ostschweiz

Innerschweiz

Nordwestschweiz

Bern

Südschweiz

Genfersee

Westschweiz

2000

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

100.0

2001

102.1

100.5

99.3

100.8

101.1

101.2

100.8

100.3

2002

104.0

99.2

100.1

100.2

98.7

100.6

104.4

98.0

2003

106.8

100.0

102.4

100.3

97.9

101.5

112.1

97.8

2004

111.5

102.0

105.3

103.2

102.1

104.0

121.5

101.1

2005

116.5

103.9

108.5

106.6

104.3

108.3

130.1

104.6

2006

125.9

107.8

115.8

111.9

108.2

115.8

144.2

109.0

2007

133.6

110.6

122.1

117.1

113.7

123.5

160.7

115.5

2008

140.1

112.1

126.7

119.5

116.0

129.7

174.5

117.5

2009

141.3

113.1

126.5

118.2

115.6

129.4

181.5

119.0

2010

146.7

117.1

131.9

121.0

117.1

129.5

190.4

121.3

2011

155.9

123.7

139.6

127.4

122.5

139.9

206.6

130.0

2012

164.7

129.8

149.4

130.9

125.4

147.1

219.8

137.3

2013

170.7

136.7

154.5

134.5

130.4

148.7

220.5

144.8

2014

173.8

144.5

159.1

138.9

133.7

155.9

217.7

147.4

2015

180.1

153.1

161.7

143.6

139.5

159.7

211.8

149.1

2016

184.2

158.2

167.0

148.4

144.4

159.3

203.7

149.6

2017

190.3

162.2

168.6

152.7

149.0

158.4

202.4

153.7

2018

194.4

167.8

177.1

157.4

156.2

160.2

208.8

158.3

2019

201.7

174.2

185.8

162.1

162.4

164.1

218.6

163.2

2020

213.4

182.0

196.3

168.9

169.6

163.8

233.0

169.8

2021

228.3

196.5

214.6

178.7

180.3

172.5

251.2

182.7

2022

247.2

211.7

236.5

190.3

190.0

185.3

270.4

196.7

2023

254.2

219.3

237.6

191.1

190.8

191.1

273.2

200.5

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Benjamin Steiner
Benjamin Steiner
Marketing Content Specialist

Benjamin hat einen Masterabschluss an der Universität Zürich und viele Jahre Erfahrung in der Erstellung und Redaktion von Texten. Für Neho und Strike recherchiert er aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Immobilienbranche und erklärt sie unseren Blog-Lesern auf verständliche Weise.

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Häufige Fragen

Die Wertsteigerung von Immobilien in der Schweiz wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Grundstückswert: Grundstücke gewinnen tendenziell an Wert, besonders in Regionen mit wachsender Bevölkerung und knappen Bauland.
  • Gebäudewert: Im Gegensatz zum Grundstück verliert ein Gebäude durch natürlichen Verschleiss und Alterung an Wert. 
  • Sanierungen: Renovierungen, energetische Sanierungen und Modernisierungen können den Gebäudezustand verbessern und den Wert steigern.
  • Standortentwicklungen: Verbesserungen der Infrastruktur und die Urbanisierung können die Attraktivität eines Standorts und damit den Wert von Immobilien an diesem Standort erhöhen.

Seit Anfang 2000 haben sich die Immobilienwerte in der Schweiz deutlich erhöht:

  • Eigentumswohnungen: +119,2 %
  • Einfamilienhäuser: +108,4 %
  • Mehrfamilienhäuser: +92 %

Diese Wertsteigerungen reflektieren den Anstieg der Nachfrage nach Wohnraum sowie die Knappheit des Angebots vor allem in urbanen und suburbanen Gebieten.

Die Immobilienwerte in der Schweiz haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, jedoch hat sich das Wachstum verlangsamt. Gründe dafür sind unter anderem:

  • Abflauen des Nachfragebooms nach COVID-19
  • Anstieg der Zinsen und Inflation

Für 2024 wird im Durchschnitt von stabilen bis leicht sinkenden Immobilienwerten ausgegangen, wobei erhebliche regionale Unterschiede bestehen. In städtischen Gebieten wie Zürich oder der Genferseeregion dürften die Immobilienwerte weiterhin ansteigen, während in ländlichen Regionen die Werte stagnieren oder leicht zurückgehen könnten.

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