Vor dem Verkauf stellt sich die Frage: Welche Renovationen steigern den Preis wirklich? Die Antwort hängt vom Zustand des Gebäudes und vom lokalen Markt ab.
Renovationen mit hoher Wertschöpfung
| Massnahme | Typische Kosten | Typische Wertschöpfung |
|---|---|---|
| Neue Küche | 20'000–50'000 CHF | 70–100 % der Kosten |
| Neues Bad | 15'000–40'000 CHF | 60–90 % der Kosten |
| Fenstererneuerung | 20'000–40'000 CHF | 50–80 % der Kosten |
| Fassadendämmung | 40'000–100'000 CHF | 40–70 % der Kosten |
| Dacherneuerung | 30'000–80'000 CHF | 40–70 % der Kosten |
| Heizungsersatz (Wärmepumpe) | 30'000–60'000 CHF | 50–80 % der Kosten |
Küche und Bad bringen am meisten
Küche und Bad sind die Räume, die Käufer bei einer Besichtigung am kritischsten beurteilen. Eine veraltete Küche aus den 1980er-Jahren kann den Gesamteindruck einer ansonsten guten Wohnung stark beeinträchtigen. Eine moderne, funktionale Küche hingegen steigert die Attraktivität und oft auch den Preis überproportional.
Energetische Massnahmen: langfristiger Wert
Fassade, Dach und Fenster verbessern die Energieeffizienz und damit die GEAK-Klasse. Der Mehrwert zeigt sich nicht nur im Verkaufspreis, sondern auch in tieferen Betriebskosten, die für Käufer zunehmend wichtig sind. Allerdings sind die Kosten hoch, und die Wertschöpfung liegt selten bei 100 Prozent.
Was sich selten lohnt
Luxusmassnahmen wie ein Whirlpool, hochwertige Natursteinböden oder ein Ausbau über dem Marktniveau der Umgebung bringen beim Wiederverkauf oft weniger als sie kosten. Der Markt zahlt für Funktionalität und Zustand, nicht für individuelle Vorlieben.
Fazit: Gezielt renovieren, nicht pauschal
Küche, Bad und Fenster bieten das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Energetische Massnahmen lohnen sich besonders dann, wenn sie die GEAK-Klasse spürbar verbessern. Luxusmassnahmen rentieren beim Wiederverkauf selten.