Ein Swimmingpool im Garten klingt nach Luxus – doch beim Wiederverkauf ist er nicht automatisch ein Pluspunkt. In der Schweiz hängt der Wert eines Pools stark von der Lage und der Zielgruppe ab.
Wann steigert ein Pool den Wert?
Ein Pool ist ein Pluspunkt, wenn:
- Die Immobilie im gehobenen Segment positioniert ist (ab ca. 1,5 Millionen Franken)
- Das Grundstück gross genug ist, dass der Pool den Garten nicht dominiert
- Der Pool modern, gepflegt und energieeffizient ist
- Die Lage warm genug für eine Nutzung über mehrere Monate ist (Mittelland, Tessin, Wallis)
In diesen Fällen kann ein Pool den Wert um 2 bis 5 Prozent steigern.
Wann senkt ein Pool den Wert?
Ein Pool kann zum Nachteil werden, wenn:
- Er veraltet, sanierungsbedürftig oder schlecht gepflegt ist
- Die laufenden Kosten (Unterhalt, Heizung, Reinigung) potenzielle Käufer abschrecken
- Das Grundstück durch den Pool so stark reduziert wird, dass kein nutzbarer Gartenbereich mehr bleibt
- Die Zielgruppe keinen Pool will – etwa Familien, die Sicherheitsbedenken haben
Kosten und Wertschöpfung
Ein neuer Pool kostet in der Schweiz zwischen 30'000 und 100'000 Franken. Die Wertschöpfung beim Wiederverkauf liegt erfahrungsgemäss bei 30 bis 60 Prozent der Baukosten. Ein Pool ist also keine Investition mit hoher Rendite, sondern primär eine Lifestyle-Entscheidung.
Fazit: Pool ist Luxus, kein Investment
Ein Pool steigert den Wert nur im gehobenen Segment und bei guter Pflege. Für den Wiederverkauf lohnt sich der Bau eines Pools finanziell selten – aber er kann die Vermarktung in der richtigen Zielgruppe erleichtern.