Wer seine Immobilie online bewerten lässt, erhält je nach Plattform ganz unterschiedliche Ergebnisse. Abweichungen von 10 bis 20 Prozent zwischen verschiedenen Tools sind keine Seltenheit. Warum ist das so?
Gründe für die Abweichungen
- Unterschiedliche Datenbasen: Jeder Anbieter hat Zugang zu anderen Transaktionsdaten. Wer mehr und aktuellere Daten hat, liefert tendenziell genauere Ergebnisse.
- Unterschiedliche Modelle: Die statistischen Modelle (Algorithmen) unterscheiden sich in ihrer Komplexität und in den Merkmalen, die sie berücksichtigen.
- Eingabequalität: Die Qualität der Bewertung hängt von den Angaben ab, die der Nutzer macht. Viele Tools fragen nur wenige Merkmale ab und müssen den Rest schätzen.
- Fehlende Objektbesichtigung: Kein Online-Tool kann Zustand, Ausstattung und Umgebung so erfassen wie ein Gutachter vor Ort.
Was können Online-Bewertungen leisten?
Online-Bewertungen sind ein guter Ausgangspunkt für eine erste Einschätzung. Sie liefern eine Grössenordnung und helfen, den Markt zu verstehen. Für den Verkauf sollte aber eine professionelle Bewertung eingeholt werden, die objektspezifische Merkmale berücksichtigt.
Fazit: Richtwert ja, Verkaufspreis nein
Online-Bewertungen sind nützlich für eine erste Orientierung, aber kein Ersatz für eine professionelle Bewertung. Die Abweichungen zwischen Anbietern zeigen, dass der tatsächliche Marktwert nur mit besseren Daten und einer Besichtigung zuverlässig ermittelt werden kann.