Die Art der Heizung ist heute mehr als eine technische Frage – sie beeinflusst den Marktwert einer Immobilie direkt. Doch wie stark wirkt sich das Heizsystem auf die Bewertung aus?
Heizsysteme im Vergleich
| Heizsystem | Preistendenz | Begründung |
|---|---|---|
| Wärmepumpe (Luft oder Erdsonde) | Aufschlag 3–7 % | Tiefe Betriebskosten, zukunftsfähig, CO₂-frei |
| Fernwärme | Aufschlag 2–5 % | Komfortabel, kein eigenes System nötig |
| Gasheizung | Referenzwert oder leichter Abschlag | Funktional, aber fossile Zukunft unsicher |
| Ölheizung | Abschlag 5–10 % | Hohe Betriebskosten, Ersatzpflicht absehbar |
Warum drückt eine Ölheizung den Preis?
Mehrere Kantone in der Schweiz haben den Ersatz fossiler Heizungen bei einem Heizungswechsel vorgeschrieben oder stark eingeschränkt. Das bedeutet: Wer eine Ölheizung hat, muss beim nächsten Ersatz auf ein erneuerbares System umsteigen. Die Umstellungskosten – typischerweise 30'000 bis 60'000 Franken für eine Wärmepumpe inklusive Installation – werden von Käufern eingepreist.
Wärmepumpe als Werttreiber
Eine bereits installierte Wärmepumpe signalisiert tiefe Betriebskosten, Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Banken berücksichtigen die Energieeffizienz zunehmend bei der Belehnung, was den Finanzierungsvorteil für Käufer verstärkt.
Fazit: Das Heizsystem wird zum Differenzierungsmerkmal
In der Schweiz steigt die Bedeutung des Heizsystems für die Immobilienbewertung. Wärmepumpen und Fernwärme erzielen Aufschläge, Ölheizungen verursachen Abschläge. Verkäufer mit Ölheizung sollten die Umstellungskosten kennen und transparent kommunizieren.