Naturgefahrenzone – wie viel weniger ist ein Haus wert?

Von Bastien Liebgott
Lesezeit: 1 Minuten
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Immobilien in Naturgefahrenzonen sind in der Schweiz weniger wert. So gross ist der Abschlag bei Hochwasser, Rutschungen und anderen Naturgefahren.

Das Wichtigste in Kürze
  • Immobilien in der blauen Gefahrenzone erfahren typischerweise 5 bis 15 Prozent Abschlag, in der roten Zone 15 bis 30 Prozent oder mehr.
  • Hochwasser ist die häufigste Naturgefahr bei Schweizer Immobilien und beeinflusst Preis, Versicherung und Finanzierung.
  • Die kantonalen Gefahrenkarten sind öffentlich zugänglich und werden von Käufern und Banken zunehmend genutzt.

Die Schweiz verfügt über detaillierte Gefahrenkarten, die Naturgefahren wie Hochwasser, Rutschungen, Murgänge, Lawinen und Steinschlag ausweisen. Liegt eine Immobilie in einer solchen Zone, hat das direkte Auswirkungen auf den Preis.

Gefahrenstufen und Preiseffekt

GefahrenstufeBedeutungTypischer Preiseffekt
Gelb (geringe Gefahr)Restgefahr, selten relevant0 bis −5 %
Blau (mittlere Gefahr)Auflagen möglich, Versicherung teurer−5 bis −15 %
Rot (erhebliche Gefahr)Bauverbot für Neubauten, erhebliches Risiko−15 bis −30 % oder mehr

Hochwasser: die häufigste Naturgefahr

Hochwasser ist in der Schweiz die häufigste Naturgefahr bei Immobilien. Lagen an Flüssen, Bächen oder in Überschwemmungsgebieten sind besonders betroffen. Seit den Hochwasserereignissen der letzten Jahre (Bern, Luzern, Wallis) achten Käufer und Banken verstärkt auf die Gefahrenkarten.

Versicherung und Finanzierung

In der Schweiz sind Elementarschäden grundsätzlich über die kantonale Gebäudeversicherung oder die Privatversicherung abgedeckt. In Hochrisikozonen können die Prämien aber höher sein, und bei der Bankfinanzierung können Auflagen gelten. Beides senkt die Attraktivität und damit den Preis.

Gefahrenkarten einsehen

Die kantonalen Gefahrenkarten sind öffentlich zugänglich und können online eingesehen werden. Käufer nutzen diese Karten zunehmend als Entscheidungsgrundlage. Verkäufer sollten die Gefahrenstufe ihres Grundstücks kennen und proaktiv kommunizieren.

Fazit: Naturgefahren senken den Preis messbar

Immobilien in Naturgefahrenzonen erfahren Abschläge von 5 bis über 30 Prozent. Verkäufer sollten die Gefahrensituation kennen und offen kommunizieren, idealerweise mit Verweis auf Schutzmassnahmen.

Bastien Liebgott
Bastien Liebgott
Digital Manager

Nach seinem Abschluss in Informatik und einem Master in Webmarketing hat Bastien mehrere Jahre Erfahrung bei einer Webagentur als Content-Manager gesammelt. Er schloss sich dem Marketing-Team an, um die Website von Neho zu optimieren und die Sichtbarkeit der Agentur auf den Suchmaschinen zu verbessern.

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