Die Schweiz verfügt über detaillierte Gefahrenkarten, die Naturgefahren wie Hochwasser, Rutschungen, Murgänge, Lawinen und Steinschlag ausweisen. Liegt eine Immobilie in einer solchen Zone, hat das direkte Auswirkungen auf den Preis.
Gefahrenstufen und Preiseffekt
| Gefahrenstufe | Bedeutung | Typischer Preiseffekt |
|---|---|---|
| Gelb (geringe Gefahr) | Restgefahr, selten relevant | 0 bis −5 % |
| Blau (mittlere Gefahr) | Auflagen möglich, Versicherung teurer | −5 bis −15 % |
| Rot (erhebliche Gefahr) | Bauverbot für Neubauten, erhebliches Risiko | −15 bis −30 % oder mehr |
Hochwasser: die häufigste Naturgefahr
Hochwasser ist in der Schweiz die häufigste Naturgefahr bei Immobilien. Lagen an Flüssen, Bächen oder in Überschwemmungsgebieten sind besonders betroffen. Seit den Hochwasserereignissen der letzten Jahre (Bern, Luzern, Wallis) achten Käufer und Banken verstärkt auf die Gefahrenkarten.
Versicherung und Finanzierung
In der Schweiz sind Elementarschäden grundsätzlich über die kantonale Gebäudeversicherung oder die Privatversicherung abgedeckt. In Hochrisikozonen können die Prämien aber höher sein, und bei der Bankfinanzierung können Auflagen gelten. Beides senkt die Attraktivität und damit den Preis.
Gefahrenkarten einsehen
Die kantonalen Gefahrenkarten sind öffentlich zugänglich und können online eingesehen werden. Käufer nutzen diese Karten zunehmend als Entscheidungsgrundlage. Verkäufer sollten die Gefahrenstufe ihres Grundstücks kennen und proaktiv kommunizieren.
Fazit: Naturgefahren senken den Preis messbar
Immobilien in Naturgefahrenzonen erfahren Abschläge von 5 bis über 30 Prozent. Verkäufer sollten die Gefahrensituation kennen und offen kommunizieren, idealerweise mit Verweis auf Schutzmassnahmen.