Kein Lift im oberen Stockwerk – wie stark sinkt der Wohnungswert?

Von Bastien Liebgott
Lesezeit: 1 Minuten
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Eine Wohnung in einem oberen Stockwerk ohne Lift verliert deutlich an Wert. Erfahren Sie, wie gross der Abschlag in der Schweiz ist und wann er besonders ins Gewicht fällt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ab dem dritten Obergeschoss ohne Lift wird der Preisabschlag in der Schweiz spürbar – im vierten oder fünften Stock sind 10 bis 20 Prozent Abschlag realistisch.
  • Der fehlende Lift schränkt den Käuferkreis deutlich ein, insbesondere für ältere Personen und Familien.
  • Ein nachträglicher Lifteinbau kostet 150'000 bis 300'000 Franken und muss im Stockwerkeigentum gemeinsam beschlossen werden.

Eine Wohnung im vierten oder fünften Stock klingt attraktiv – bis der Lift fehlt. Gerade in älteren Schweizer Mehrfamilienhäusern ist das keine Seltenheit. Für Verkäufer stellt sich die Frage: Wie stark drückt das fehlende Treppenhaus auf den Preis?

Typischer Preisabschlag ohne Lift

Der Abschlag hängt stark vom Stockwerk ab. Als Faustregel gilt in der Schweiz: Ab dem dritten Obergeschoss ohne Lift beginnt der Abschlag spürbar zu werden. Ab dem vierten oder fünften Stockwerk ohne Lift kann der Preisabschlag 10 bis 20 Prozent betragen, verglichen mit einer gleichwertigen Wohnung im selben Stockwerk mit Lift. In Gebäuden mit nur zwei Stockwerken ist ein fehlender Lift hingegen kaum preisrelevant.

Warum fehlt der Lift?

In der Schweiz gibt es keine generelle Pflicht, bestehende Gebäude mit einem Lift nachzurüsten. Viele Mehrfamilienhäuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren wurden ohne Lift gebaut. Ein nachträglicher Einbau ist technisch oft möglich, aber teuer – die Kosten liegen typischerweise zwischen 150'000 und 300'000 Franken, je nach Gebäude und Lösung. Ob sich das vor einem Verkauf lohnt, muss im Einzelfall geprüft werden.

Wer ist betroffen?

Der fehlende Lift schränkt den Käuferkreis ein. Besonders für ältere Personen, Familien mit Kinderwagen und Personen mit eingeschränkter Mobilität ist ein Lift ein entscheidendes Kriterium. Je höher die Wohnung liegt, desto stärker fällt dieser Effekt ins Gewicht. In der hedonischen Bewertung fliesst das Stockwerk in Kombination mit dem Vorhandensein eines Lifts als Faktor ein.

Stockwerkeigentum: Lift als Gemeinschaftsangelegenheit

Wird in einer Stockwerkeigentümergemeinschaft über einen Lifteinbau abgestimmt, braucht es in der Regel einen qualifizierten Mehr. Die Kosten werden auf die Eigentümer verteilt. Für Verkäufer in oberen Stockwerken kann es sich lohnen, einen solchen Einbau aktiv zu fördern – oder zumindest ein konkretes Angebot einzuholen, das potenziellen Käufern die Machbarkeit zeigt.

Fazit: Ohne Lift wird das obere Stockwerk zum Nachteil

In tiefen Stockwerken ist ein fehlender Lift kein grosses Problem. Ab dem dritten Obergeschoss wird er aber zunehmend preisrelevant. Wer eine Wohnung in einem oberen Stockwerk ohne Lift verkauft, sollte den Abschlag realistisch einkalkulieren und allenfalls Alternativen wie einen Lifteinbau prüfen.

Bastien Liebgott
Bastien Liebgott
Digital Manager

Nach seinem Abschluss in Informatik und einem Master in Webmarketing hat Bastien mehrere Jahre Erfahrung bei einer Webagentur als Content-Manager gesammelt. Er schloss sich dem Marketing-Team an, um die Website von Neho zu optimieren und die Sichtbarkeit der Agentur auf den Suchmaschinen zu verbessern.

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