Was leistet ein Makler beim Immobilienverkauf?
Ein Immobilienverkauf mit Makler bedeutet, dass ein professioneller Vermittler den gesamten Verkaufsprozess begleitet – von der Bewertung über die Vermarktung bis zum Vertragsabschluss beim Notar. In der Schweiz nehmen rund 70 Prozent aller Verkäufer die Dienste eines Maklers in Anspruch, weil der Verkauf einer Immobilie komplex, zeitaufwendig und emotional belastend sein kann.
Die Kernleistungen eines Maklers beim Immobilienverkauf umfassen die professionelle Bewertung der Immobilie, die Erstellung von Verkaufsunterlagen (Exposé, Grundrisspläne, Fotos, allenfalls virtuelle Rundgänge), die Vermarktung auf den relevanten Plattformen und im eigenen Netzwerk, die Durchführung von Besichtigungen, die Prüfung der Bonität und Finanzierung potenzieller Käufer, die Preisverhandlungen sowie die Begleitung bis zum Notartermin und zur Übergabe.
Was kostet ein Immobilienverkauf mit Makler?
In der Schweiz gibt es zwei gängige Vergütungsmodelle für den Immobilienverkauf mit Makler.
Klassische Maklerprovision
Das traditionelle Modell sieht eine erfolgsabhängige Provision vor, die typischerweise 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises beträgt. Bei einer Immobilie im Wert von CHF 1 Million entspricht das CHF 20'000 bis 30'000. Die Provision wird in der Regel nur bei erfolgreichem Verkauf fällig – der Makler trägt das Risiko, falls die Immobilie nicht verkauft wird.
Flatrate-Modelle
Neben dem klassischen Provisionsmodell gibt es in der Schweiz seit einigen Jahren Makler, die zu einer festen Pauschale arbeiten. Diese Flatrate liegt deutlich unter der prozentualen Provision und bietet dem Verkäufer Kostentransparenz. Neho arbeitet beispielsweise mit einem solchen Modell: Eine feste Courtage unabhängig vom Verkaufspreis, inklusive aller Leistungen eines traditionellen Maklers. Bei einer Liegenschaft von CHF 1 Million kann die Ersparnis gegenüber einem klassischen Makler CHF 10'000 bis 20'000 betragen.
Ablauf des Immobilienverkaufs mit Makler
Der Immobilienverkauf mit Makler folgt einem strukturierten Prozess. In der ersten Phase bewertet der Makler die Immobilie, analysiert den Markt und legt gemeinsam mit dem Verkäufer den Angebotspreis fest. In der zweiten Phase erstellt er die Verkaufsdokumentation – professionelle Fotos, Grundrisse, Beschreibung, allenfalls ein Home Staging. In der dritten Phase vermarktet er die Immobilie auf den relevanten Plattformen und in seinem Netzwerk. In der vierten Phase führt er Besichtigungen durch und sammelt Kaufangebote. In der fünften Phase verhandelt er den Preis und prüft die Finanzierung des Käufers. In der sechsten Phase begleitet er den Notartermin und die Übergabe.
Die gesamte Verkaufszeit beträgt mit Makler in der Schweiz durchschnittlich zwei bis vier Monate – abhängig von Objekt, Lage und Preisgestaltung. Ohne Makler dauert der Verkauf im Schnitt länger, weil Privatverkäufer weniger Reichweite haben und die Vermarktung oft weniger professionell ist.
Immobilienverkauf mit Makler: Vor- und Nachteile
Der grösste Vorteil eines Maklers ist die Entlastung des Verkäufers. Der Verkauf einer Immobilie ist ein Teilzeitjob: Inserate erstellen, Anfragen beantworten, Besichtigungen organisieren, Verhandlungen führen – das kostet Zeit und Nerven. Ein Makler übernimmt diese Aufgaben professionell und kennt die typischen Fallstricke.
Ein weiterer Vorteil ist die Marktkenntnis. Ein erfahrener Makler weiss, welcher Preis realistisch ist, welche Zielgruppe die Immobilie anspricht und wie sie optimal vermarktet wird. Das kann den erzielbaren Preis steigern und die Verkaufszeit verkürzen.
Der Nachteil liegt in den Kosten. Eine Provision von 2 bis 3 Prozent ist bei Schweizer Immobilienpreisen ein erheblicher Betrag. Hier lohnt sich der Vergleich: Flatrate-Makler bieten die gleichen Leistungen zu einem Bruchteil der Kosten.
So wählen Sie den richtigen Makler
Beim Immobilienverkauf mit Makler ist die Wahl des Partners entscheidend. Prüfen Sie die regionale Erfahrung: Ein Makler, der den lokalen Markt kennt, erzielt bessere Ergebnisse. Fragen Sie nach Referenzen und nach der Erfolgsquote. Vergleichen Sie die Vertragskonditionen: Wie lange läuft das Mandat? Gibt es eine Exklusivklausel? Was passiert, wenn die Immobilie nicht verkauft wird?
Achten Sie auch auf die Vergütungsstruktur. Manche Makler verlangen neben der Provision zusätzliche Kosten für Inserate, Fotos oder Grundrisse. Klären Sie vorab, welche Leistungen im Preis enthalten sind – und vergleichen Sie verschiedene Angebote.
Fazit
Ein Immobilienverkauf mit Makler ist der professionelle Weg, eine Immobilie effizient und zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Die Kosten variieren je nach Modell erheblich – von der klassischen Provision (2 bis 3 Prozent) bis zu deutlich günstigeren Flatrate-Angeboten. Wählen Sie einen Makler mit regionaler Erfahrung, transparenten Konditionen und nachweisbaren Referenzen.