Bei einem Einfamilienhaus macht das Grundstück oft 30 bis 60 Prozent des Gesamtwerts aus. Doch wie wird der Landwert ermittelt, und wovon hängt er ab?
Landwert vs. Gebäudewert
Der Gesamtwert einer Immobilie setzt sich zusammen aus dem Landwert und dem Gebäudewert (auch: Zeitbauwert). Das Land behält seinen Wert unabhängig vom Zustand des Gebäudes – und kann in guten Lagen sogar steigen, während der Gebäudewert mit dem Alter sinkt.
Was bestimmt den Landwert?
- Lage: Der wichtigste Faktor – ein Grundstück am Zürichsee ist ein Vielfaches wert im Vergleich zum gleich grossen Grundstück im Jura
- Grösse und Form: Regelmässige, gut nutzbare Parzellen sind wertvoller
- Ausnützung: Was darf gemäss Bauordnung gebaut werden?
- Erschliessung: Strasse, Wasser, Abwasser, Strom vorhanden?
- Ausrichtung und Topografie: Hanglage, Besonnung, Aussicht
Landpreise in der Schweiz
Die Landpreise variieren enorm: von unter 200 Franken pro Quadratmeter in ländlichen Regionen bis über 3'000 Franken pro Quadratmeter in Toplagen. In Zürich-City oder an den Gestaden des Genfersees können es auch 5'000 Franken und mehr sein. Diese Bandbreite macht deutlich, wie stark die Lage den Gesamtwert einer Immobilie bestimmt.
Fazit: Das Land ist der stabile Wert
Das Grundstück macht einen grossen Teil des Immobilienwerts aus und ist der stabilste Wertbestandteil. Wer den Wert seiner Immobilie einschätzen will, sollte den Landwert separat kennen.