Eine grosszügige 3.5-Zimmer-Wohnung mit 120 Quadratmetern – ist das ein Luxusobjekt oder ein Ladenhüter? Die Antwort hängt von der Lage und der Zielgruppe ab.
Wann ist es ein Vorteil?
In gehobenen städtischen Lagen oder an Premiumstandorten sind grosszügige Wohnungen mit wenigen, aber grossen Räumen gefragt. Die Käuferschaft schätzt offene Grundrisse, grosse Wohnbereiche und repräsentative Raumverhältnisse. In diesem Segment ist eine 3.5-Zimmer-Wohnung mit 120 Quadratmetern attraktiver als eine 4.5-Zimmer-Wohnung mit gleicher Fläche, weil die Räume grösser und vielseitiger nutzbar sind.
Wann ist es ein Nachteil?
In Familiengemeinden oder Agglomerationslagen suchen Käufer vor allem Zimmer: ein Kinderzimmer pro Kind, ein Arbeitszimmer, ein Gästezimmer. Eine Wohnung mit viel Fläche, aber zu wenigen Zimmern, spricht diese Zielgruppe nicht an. Das Ergebnis: weniger Interessenten, längere Vermarktungsdauer und allenfalls ein tieferer Preis.
Der Grundriss entscheidet
Entscheidend ist nicht nur die Zimmerzahl, sondern wie die Fläche verteilt ist. Eine 120-Quadratmeter-Wohnung mit einem 50-Quadratmeter-Wohnbereich und zwei kleinen Schlafzimmern hat ein ungünstiges Verhältnis. Ein flexibler Grundriss, der eine nachträgliche Unterteilung erlaubt, kann den Nachteil abmildern.
Fazit: Kontext ist entscheidend
Ob eine grosse Wohnung mit wenigen Zimmern ein Vor- oder Nachteil ist, hängt von der Lage und der Zielgruppe ab. In Premiumlagen ist Grosszügigkeit ein Vorteil, in Familiengemeinden zählen Zimmer mehr als Fläche.