Scheidung - die Immobilienfrage.

Freitag 21 Februar 2020 Vincent Privet

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Scheidung - die Immobilienfrage.

Trennung und Scheidung sind zwei Aspekte, die zu unterscheiden sind. Eine Scheidung kann nur im gegenseitigen Einvernehmen oder nach zweijähriger Trennung erfolgen. Im Falle einer Trennung vergibt der Richter die Immobilie an denjenigen, der sie am meisten benötigt (nach verschiedenen Kriterien). Bei der Scheidung hängt alles von der Finanzierung der Immobilie und dem Eigentümer ab. Wenn er im gemeinsamen Besitz ist, entscheidet der Richter erneut über die Frage "Wer bewahrt das Eigentum?", aber der andere Ehepartner erhält eine finanzielle Entschädigung.

Von Vincent Privet, 21. Februar 2020

Scheidung ist nicht nur eine komplexe rechtliche Phase, sondern im Allgemeinen auch gleichbedeutend mit moralischer und emotionaler Erschöpfung. Es wirft viele Fragen auf und kann zu Fehlentscheidungen führen. Es ist daher legitim, mit der Recherche zu beginnen und die Menschen um Sie herum nach dem Fall des Immobilienbesitzes zu fragen.

Hallo, nach 15 Jahren des Zusammenlebens beschliessen wir uns zu trennen. Wir besitzen ein Haus, wissen aber nicht, wie wir dieses Eigentum während des Scheidungsverfahrens verwalten sollen.

Wer bewahrt die Immobilie während der Verhandlungsphase auf? Wer ist nach der Scheidung berechtigt, im Eigentum zu bleiben? Was ist mit der Verteilung der Kapitalgewinne aus der Immobilie, wenn wir sie verkaufen?

 

Die erste zu assimilierende Massnahme ist die Unterscheidung zwischen "Trennung" und "Scheidung". Wenn Sie keine gemeinsame Einigung erzielen können, dann ist es unmöglich, sich vor einer faktischen Trennung von zwei Jahren zu scheiden.

In diesem Fall ist es ratsam, diesen Schritt gerichtlich durch ein Verfahren namens "Schutzmassnahmen der ehelichen Vereinigung" zu organisieren.
 

Trennung:


Die Frage des Wohnens im Falle einer Trennung hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist die Frage bei Kindern. In der Tat, wenn es möglich ist zu verhindern dass sie "entwurzelt" werden, wird der Richter das Eigentum dem sorgeberechtigten Elternteil übertragen. Ist einer der beiden Ehepartner selbständig und nutzt die eheliche Wohnung als Arbeitsstätte, so kann auch dieses präferenzielle Element zur Erlangung des Zuschusses herangezogen werden. Wir müssen uns bewusst sein dass es keine absolute Wahrheit gibt und dass die Immobilie der Person gewährt wird, die es am meisten braucht - letztendlich ist es der Richter der entscheidet.
 

Scheidung:


Im Falle einer Meinungsverschiedenheit muss eine 2-jährige Trennung vollzogen werden, bevor das Scheidungsverfahren eingeleitet werden kann. Es gibt dann mehrere Lösungen:

  • Wenn Sie Mitinhaber des Mietvertrages sind, bestimmt der Richter, wer von der Immobilie profitiert, basierend auf verschiedenen Faktoren die seine Entscheidung rechtfertigen (Kind, Arbeit, Krankheit...).
  • Gehört das Vermögen zu einem der beiden Ehepartner, kann dieser nach der Scheidung über sein Zuhause verfügen. Es gibt einen Fall, in dem der nicht besitzende Ehepartner noch für einen begrenzten Zeitraum und zur Entschädigung in der Immobilie wohnen kann.
  • Gehört die Wohnung zu beiden Ehepartnern (Miteigentum) und gibt es Meinungsverschiedenheiten, entscheidet der Richter erneut zugunsten derjenigen Person, die das grösste Interesse am Erhalt der Immobilie hat. Findet die Person keine Lösung, kann sie einem der Miteigentümer für einen bestimmten Zeitraum ein "Recht auf Wohnen" einräumen, bis die Angelegenheit geklärt ist.
     

Die Liquidation der Ehevertragliche Regelung:


Sofern kein Vertrag vor einem Notar abgeschlossen wird, gilt automatisch das Eherecht. Der erste Schritt besteht darin festzustellen, wer die Immobilie besitzt und in welcher Weise: Übernahme oder Eigenbesitz.
 

Bestätigung:


Der Grossteil des Eigenkapitals mit dem es finanziert wird, stammt aus dem Vermögen, das während der Ehe gegen Entgelt erworben wurde. Im Prinzip ist dies die Lohnsumme der Ehepartner während der Ehe.

Zum Zeitpunkt des Urteils wird der Wert der Immobilie in zwei gleiche Teile aufgeteilt, unabhängig davon, ob die Immobilie im Miteigentum oder zu 100 % im Besitz einer der beiden Personen ist.
 

Eigenkapital:


Das Eigenkapital kommt aus einer Erbschaft, Ersparnissen vor der Heirat oder einer Spende.

In diesem Fall gehört der Wert dem Eigentümer, der nicht verpflichtet ist, ihn zu teilen. Wird das Miteigentum ausschliesslich durch den eigenen Ehepartner finanziert, hat der Ehepartner Anspruch auf den Wert des Anteils des anderen Ehepartners (einschließlich Kapitalgewinn).

 

In Wirklichkeit ist die Situation in der Regel meistens komplexer. Es kommt oft vor dass selbst wenn es sich bei der Immobilie um eine "saubere" Immobilie handelt, die Tilgung der Hypothekarschuld oder die Arbeit an der Immobilie durch Akquisitionen finanziert wird. In diesem Fall muss der Betrag der Erwerbe geteilt werden. Der andere Ehepartner hat daher Anspruch auf die Hälfte des Wertes der Abschreibungen und des Kapitalgewinns.

Die Definition des genauen Betrags, der jedem Ehepartner zu zahlen ist, ist ein heikles Verfahren das Zeit und Fachwissen erfordert. Dies ist die Aufgabe des Notars, der manchmal mit einem Immobilienexperten zusammenarbeitet um den Wert der Immobilie so genau wie möglich zu beurteilen.


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