Wie Sie 2020 das Meiste aus Ihrer Immobilie herausholen

Freitag 14 August 2020 Léa Julliard

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Wie Sie 2020 das Meiste aus Ihrer Immobilie herausholen

Von Léa Julliard, 14. August 2020

Lesen Sie, wie Sie Ihre Immobilie mit kleinen, aber gezielten Handgriffen optimal für die Besichtigung vorbereiten können.

Wenn Sie sich entschliessen, sich von Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung zu trennen, gibt es oft Umstände, die einen schnellen Verkauf erfordern. Es mag daher auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen, das Objekt zu einem möglichst attraktiven Preis anzubieten. Bevor Sie Ihre Immobilie aber am Ende noch unter Wert verkaufen, gibt es andere Wege, die Sie in Betracht ziehen sollten. Der grosse Trend heutzutage - und das Jahr 2020 ist da keine Ausnahme - ist der Einsatz von Home Staging. Lesen Sie hier unsere Empfehlungen dazu in vier Schritten.
 

Machen Sie Platz für eine optimale Raumnutzung!

Es mag zwar offensichtlich klingen, dennoch wird dieser Aspekt von Verkäufern oft vernachlässigt. Eine Wohnung wird ihren zukünftigen Besitzer nicht begeistern können, wenn sie während der Besichtigung vollgestellt und/oder unordentlich ist. Einige Dinge sind nicht immer auf Anhieb erkennbar, daher lohnt es sich, den Wohnraum mit etwas Abstand zu betrachten. Jedes Detail zählt: ein Pappkarton voller Krimskrams, der zwischen einem Möbelstück und der Wand versteckt ist; Spielzeug, dass sich in der Ecke des Wohnzimmers stapelt; Geschirr, dass auf der Arbeitsfläche herumsteht... Was Ihnen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht auffällt, weil es zu Ihrem Alltag gehört, kann für einen Interessenten ein Ausschlusskriterium sein. Schliesslich muss sich er als möglicher, zukünftiger Bewohner in Ihre Immobilie hineinprojizieren können. Er wird versuchen, sich seine aktuellen Möbel in der Wohnung vorzustellen: der Schreibtisch hier, da der Tisch, sein Lieblingsgemälde auf dieser Seite der Wand, und so weiter... Selbst das kleinste störende Element könnte als negativ empfunden werden. Aussenbereiche, Terrassen und Balkone sind hierbei nicht zu vernachlässigen; auch für sie gelten diese Tipps.

Es geht selbstverständlich nicht darum, die Wohnung komplett leer zu räumen - es sei denn natürlich Sie müssen zeitnah ausziehen. Achten Sie lediglich darauf, dass jeder Gegenstand an seinem Platz steht. Aber auch dann ist Vorsicht geboten: Mit einem perfekt aufgeräumten Objekt ist die Arbeit noch nicht getan. Eine ansprechende Einrichtung ist nicht zu unterschätzen.
 

Entpersonalisieren Sie die Immobilie, damit sich potenzielle Käufer besser hineinprojizieren können!

In diesem Zusammenhang besteht der klassische Fehler darin, eine zum Verkauf stehende Immobilie so darzustellen, als ob Sie noch ewig darin wohnen bleiben würden. Natürlich leben Sie noch dort, aber Sie sind drauf und dran, sich von ihr zu trennen. Räumen Sie also Skulpturen und Bilder beiseite und entfernen Sie Familienfotos und andere zu persönliche Gegenstände. Nochmals: Der Käufer muss in der Lage sein, sich in sein zukünftiges Zuhause hineinprojizieren zu können. Wenn er nur “Ihr Leben" vor sich sieht, wird seine Vorstellungskraft nicht dafür ausreichen.

Bevor Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung zum Verkauf anbieten, sollten Sie unbedingt einen weiteren Punkt beachten: Sämtliche Anzeichen von Abnutzung und Verschleiss sollten beseitigt werden.
 

Renovieren: Die Geheimzutat für einen schnellen Verkauf!

Immobilien altern. Farben verblassen, Tapeten lösen sich ab oder verfärben sich, Wasserhähne verlieren ihren Glanz, der Boden wird fleckig. Obwohl eine gewisse Abnutzung normal ist, sollte sie nicht zu ausgeprägt sein. Vor allem sollte sie keinen Eindruck von Verwahrlosung und Altersschwäche hinterlassen. 

Um diesem Risiko vorzubeugen, sind möglicherweise einige Renovationsarbeiten erforderlich. Es geht primär aber nicht darum, umfangreiche Reparaturen durchzuführen, sondern altersbedingte “Makel” auszubessern. Ein Schalter, der nicht mehr funktioniert, ein tropfender Wasserhahn, eine quietschende Tür, abblätternde oder schmutzige Farbe. Solche Alterungserscheinungen lassen sich leicht und ohne das Hinzuziehen eines Handwerkers aus der Welt schaffen. Die Fugen in Bad und Küche dürfen ebenfalls nicht vernachlässigt werden: Wenn sie Anzeichen von Schimmel aufweisen, sollten sie ersetzt werden. Solche Aufwertungen ermöglichen es Ihnen, Ihr Objekt in absehbarer Zeit und zu einem angemessenen Preis zu verkaufen. Die Aufwertung einer Immobilie beschränkt sich aber nicht nur auf diese kleinen Renovationsarbeiten: auch die allgemeine Einrichtung kann einen potenziellen Käufer endgültig überzeugen.
 

Umdekorieren: Schaffen Sie mehr Platz für die Visionen der Interessenten! 

Wie oben beschrieben, empfehlen wir Ihnen, sehr persönliche Einrichtungsgegenstände zu entfernen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihr Haus komplett ausräumen müssen! Im Gegenteil: ohne das Eine oder Andere Gemälde oder Foto könnten Ihre Wände zu nackt wirken. In diesem Fall bietet beispielsweise das Aufhängen eines Spiegels einen interessanten Mehrwert.

Verteilen Sie strategisch platzierte Zimmerpflanzen und dezente Accessoires und sorgen Sie für eine optimale Beleuchtung während den Besichtigungen. Diese kleinen, aber gezielten Handgriffe schaffen eine optimale Atmosphäre, können das Interesse am Objekt stärken und letztendlich zu einem Kaufangebot führen. Zögern Sie nicht, in der Dekorationsabteilung Ihres Lieblingsgeschäfts um Rat zu fragen, und gegebenenfalls einen Innenarchitekten oder Raumausstatter hinzuzuziehen.

Vergessen Sie nicht, dass Ihr Ziel darin besteht, Ihre Wohnung oder Ihr Haus möglichst schnell zu verkaufen, ohne dabei den Preis zu fest nach unten anpassen zu müssen. Von grösseren Sanierungsarbeiten abgesehen, können kleine Optimierungen hier und da für ein bescheidenes Budget eine grosse Wirkung erzielen.


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