5 Tipps, die Sie vor dem Kauf einer Immobilie in der Schweiz beachten sollten

Freitag 7 August 2020 Guillaume Cougard

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5 Tipps, die Sie vor dem Kauf einer Immobilie in der Schweiz beachten sollten

Von Guillaume Cougard, 7. August 2020

Mit dem Kauf einer Immobilie geht für viele ein Lebenstraum in Erfüllung. Dies ist ein bedeutender Schritt, ein Schritt, der sorgfältig durchdacht werden muss.

Der Traum vom Eigenheim - ein Ergebnis langjähriger Bemühungen, bei denen Sie Franken für Franken die notwendigen Ersparnisse aufgebaut haben. Diesen Traum zu verwirklichen ist jedoch kein leichtes Unterfangen. Sie werden sich in Geduld üben und die richtige Strategie verfolgen müssen.

Wir bei Neho haben uns in Ihre Lage versetzt, um Sie bei der Suche nach Ihrem lang ersehnten Objekt zu unterstützen. Dieser Blickwinkel, zusammen mit unserer Expertise als Immobilienagentur, ermöglicht es uns, Ihnen zahlreiche Ratschläge zu geben, mit denen Sie garantiert Erfolg haben werden.

Erfahren Sie mehr über unsere 5 Tipps, die Sie vor dem Kauf einer Immobilie beachten müssen.


1. Legen Sie ein Budget fest

Dieser erste Rat mag offensichtlich erscheinen. Dennoch stürzen sich viele Menschen direkt auf die Verkaufsanzeigen, ohne überhaupt eine klare Vorstellung von ihrem Budget zu haben. Bevor Sie beginnen durch die Angebote zu stöbern, sollten Sie daher folgendes festlegen:

  • Ihr Kapital;
  • Die Einkünfte Ihres Haushalts.

Für eine erste Berechnung des maximalen Kaufpreises stehen Ihnen diverse Webseiten zur Verfügung. So können Sie beispielsweise Kaufpreisrechner von unabhängigen Vermittlern wie Moneypark oder Immoscout24, sowie jene von Banken (z.B. Credit Suisse, UBS, Kantonalbanken) verwenden. Geben Sie dazu Ihr Einkommen, die BVG-Beiträge (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge) und das verfügbare Kapital an. Zögern Sie nicht, etwas mit diesen Zahlen zu spielen und die Ergebnisse zu vergleichen!

Vereinbaren Sie anschliessend einen Termin mit einem Experten Ihrer Wahl, um Ihre Gesamtsituation zu analysieren und Ihr Budget festzulegen.


2. Definieren Sie genau, was Sie wollen

Bevor Sie jedwede Recherchen betreiben, sollten Sie in einem ersten Schritt Ihre Bedürfnisse definieren. Überlegen Sie sich dazu genau, was Sie suchen. Wir raten Ihnen, Stift und Papier zur Hand zu nehmen und folgendes aufzuschreiben:

  • Die unverzichtbaren Elemente;
  • Die "optionalen" Aspekte (sie sind keine Schlüsselfaktoren, sondern ein Plus);
  • Was Sie vermeiden möchten.

Ein solcher Kauf muss sorgfältig durchdacht werden. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass Sie sich möglicherweise für den Rest Ihres Lebens verschulden werden. Also nichts überstürzen! Versuchen Sie, sich einige Jahre in die Zukunft zu versetzen und fragen Sie sich, ob dieses Objekt auch dann zu Ihrer Lebenssituation passt. 

Bei einer so komplexen Suche wie bei jener des Eigenheims neigen wir dazu, erstmals alles zu wollen. Diese Ansprüche nehmen erfahrungsgemäss mit jeder Anzeige und jedem Besichtigungstermin ab. Ihre vorab erstellten Liste hilft Ihnen dabei, die richtige Balance zu finden und Angebote effizient zu filtern.


3. Mit der Objektsuche loslegen

Sie haben nun Ihr Budget berechnet und eine Liste mit Kriterien festgelegt. Jetzt benötigen Sie nur noch eins: Geduld und die gewünschte Immobilie! Für die Suche nach der perfekten Immobilie stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Immobilienportale konsultieren;
  • Immobilienagenturen kontaktieren;
  • Websites von Maklerbüros besuchen;
  • Einen Makler hinzuziehen;
  • Sich für Mailinglisten registrieren.

Bedenken Sie, dass heute 95% der Immobilienkäufer online mit ihrer Suche beginnen!

Immobilienportale wie Homegate.ch, Immobilier.ch oder Comparis sind gute Optionen. Beachten Sie, dass bei einigen Websites wie Anibis oder ImmoScout24 Objekte oft von Privatpersonen inseriert werden. Um Ihre Zeit optimal zu nutzen, können Sie über die oben genannten Websites automatische Benachrichtigungen - sogenannte Suchabos - gemäss Ihren Präferenzen einrichten. Was das Hinzuziehen eines Maklers (Suchauftrag) angeht, so wird dieser Sie - gegen eine Provision - gerne vertreten. Wenn Sie andererseits mit einem Makler oder Anbieter in Kontakt treten, der selbst Immobilien verkauft, werden die entsprechenden Kosten vom Verkäufer getragen. Zusätzlich anfallende Gebühren wie beispielsweise Kosten für den Grundbucheintrag oder den Notar werden üblicherweise zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Sie sollten vorsichtig sein, wenn der Makler dafür eine Kompensation von Ihnen fordert. 

Einige Agenturen (wie z.B. Neho) ermöglichen virtuelle Rundgänge durch die Immobilie. Dazu werden Bilder mit einer 360°-Kamera aufgenommen und anschliessend mit einer dedizierten Software zusammengefügt. So können Sie mehrere Objekte gleichzeitig bequem von zu Hause aus anschauen und sich bereits im Voraus ein genaueres Bild der Immobilie machen. Dies spart Ihnen Zeit und Geld für allfällige unnötige Fahrten, sollte die Immobilie doch nicht zu Ihnen passen.


4. Effiziente Besichtigungen durchführen

«Klarheit vor Euphorie»

Die Besichtigungsphase ist entscheidend, und dabei ist Ihr Urteilsvermögen gefragt. Es kommt nicht selten vor, dass eine gut dekorierte Liegenschaft mit erstklassiger Lage und guten Abmessungen einen tollen Eindruck auf Fotos hinterlässt! Ein Eindruck, der sich dann vor Ort leider oft nicht bewährt. Eine Immobilie kann bei einer Besichtigung aber auch so perfekt erscheinen, dass man den Kaufvertrag am liebsten gleich unterzeichnen möchte. Seien Sie dennoch vorsichtig und achten Sie auf die Details!

Hier eine (unvollständige) Liste der wichtigsten Punkte, die Sie besonders beachten sollten:

  • Decke, Wände, Fenster;
  • Lichteinfall, Helligkeit und Raumaufteilung;
  • Heizung, Kühlung, Lüftung;
  • Lärm;
  • Fläche, Verfügbarkeit und Höhe der Gebühren.

Stellen Sie alle möglichen Fragen an die Eigentümer oder den Makler und haken Sie gerne Mal nach. Unnötige Fragen gibt es nicht. Denken Sie auch daran, die unmittelbare Umgebung zu erkunden und sich mit ihr vertraut zu machen:

  • Öffentliche Verkehrsmittel;
  • Läden und Geschäfte;
  • Schulen;
  • Strassen / Autobahn;
  • Die Nachbarschaft;
  • ggf. vorhandene Hochspannungsleitungen.

Sind Sie von der Immobilie überzeugt, zögern Sie nicht, um einen zweiten Besichtigungstermin zu bitten. Dieser sollte aber zu einer anderen Tageszeit stattfinden. Ziel ist es, die Immobilie bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Bedingungen zu begutachten und sicherzustellen, dass die allgemeine Atmosphäre tatsächlich Ihren Vorstellungen entspricht.

Wenn Sie planen, Arbeiten durchzuführen, denken Sie daran:

  • Sich von einem Bauspezialisten begleiten zu lassen;
  • Den virtuellen Rundgang gemeinsam mit einem Architekten durchzuführen, um die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln.

Studieren Sie schliesslich die Bauprotokolle des Gebäudes - sie erzählen die “Lebensgeschichte" des Hauses. Diese können Sie beim Notar oder Makler anfordern. Es kann vorkommen, dass in naher Zukunft eine Rückzonung des Gebiets geplant ist. Dies führt oft zu einem Wertverlust der Immobilie. Eine potenzielle Entwertung der Immobilie kann ein entscheidender Faktor für die endgültige Entscheidung sein.


5. Machen Sie ein Kaufangebot

Sie haben sich also in ein Objekt verliebt und möchten ein erstes Angebot machen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass der ausgewiesene Preis zu hoch ist, machen Sie ein Angebot, das 5% bis 10% darunter liegt. Denken Sie daran, dass Sie beim Verhandeln im Rahmen der Markttendenzen und der branchenspezifischen Eigenheiten bleiben müssen. Ist Ihr Angebot zu tief, laufen Sie Gefahr, dass der Eigentümer es sich anders überlegt und nicht mehr bereit ist, an Sie zu verkaufen.

Haben Sie sich auf einen Preis geeinigt, steht Ihrem Eigenheim nichts mehr im Wege.


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